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Impressum

© eBook: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2018

© Printausgabe: GRÄFE UND UNZER VERLAG GmbH, München, 2018

Alle Rechte vorbehalten. Weiterverbreitung und öffentliche Zugänglichmachung, auch auszugsweise, sowie die Verbreitung durch Film und Funk, Fernsehen und Internet, durch fotomechanische Wiedergabe, Tonträger und Datenverarbeitungssysteme jeder Art nur mit schriftlicher Zustimmung des Verlags.

Redaktion: Wilhelm Klemm

Lektorat: bookwise, München

Bildredaktion: Nora Goth

Layoutkonzept/Titeldesign: La Voilà, Marion Blomeyer & Alexandra Rusitschka, München und Leipzig (Coverkonzept, Ergänzungen Innenteil) Independent Medien Design, Horst Moser, München (Innenteil)

Kartografie: Kunth Verlag GmbH & Co. KG für MERIAN-Kartographie

eBook-Herstellung: Anna Bäumner, Martina Koralewska

impressum ISBN 978-3-8342-2929-8

1. Auflage 2018

GuU 8-2929 04_2018_02

Bildnachweis

Coverabbildung: Bildagentur Huber: S. Raccane

AdobeStock: R. Sigaev >, > • Alamy: I. Dagnall >, P. Eastland >, T. Harris >, M. Kemp >, L. Vallecillos >, > • AWL Images: W. Bibikow > • Bildagentur Huber: S. Cellai >, >, M. Manser > • C. Clemens-Vlassopoulou: >, >, > • Coco-Mat-Hotel: I. Nikolareizi >, > • gemeinfrei: >, > • Hotel Fresh: V. Paterakis > • Hotel Grande Bretagne: > • HUBER IMAGES: M. Manser >, C. Piccoli > • laif: W. Bibikow/hemis >, F. Heuer >, A. Hub >, >, >, >, Kirchner >, robertharding >, Türemis > • A. Liaskou: > • Look: robertharding > • Mauritius Images: Alamy >, H. Higuchi > • Restaurant Kuzina: > • Restaurant Nice ’n’ easy: > • Schapowalow: R. Harding >, SIME: > • Shutterstock: Aerial-motion >, Anastasios71 >, S.Borisov >, >, elgreko >, M. Gonda >, >, Hintau Aliaksei >, S. Korshun >, PeterSVETphoto >, PitK >, T.Popova >, SIAATH >, >, trabantos >

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Bei Interesse an maßgeschneiderten MERIAN-Produkten:
Verónica Reisenegger, veronica.reisenegger@graefe-und-unzer.de

Die MERIAN-Homepage finden Sie im Internet unter
www.merian.de

GRÄFE UND UNZER VERLAG

Postfach 86 03 66
81630 München
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LESERSERVICE

merian@graefe-und-unzer.de

Telefon: 00800 – 72 37 33 33*
Mo–Do: 9.00 – 17.00 Uhr
Fr: 9.00 – 16.00 Uhr
(* gebührenfrei in D, A, CH)
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Straßenszene mit Café und Taverne: In der Plaka (MERIAN TopTen, >>) blüht das Leben.

Willkommen in Athen

Zwischen Tradition und Moderne, zwischen Krise und Trotz erfindet sich die alte junge Stadt immer wieder neu – selbstbewusst, dynamisch und voller Kreativität!

Der Rundblick von der weiß gekalkten Sankt-Georgs-Kapelle auf dem Lykavittós, der höchsten Erhebung der Stadt, offenbart das Gesicht Athens: verwirrend und faszinierend zugleich. Die Stadt ähnelt einer in der Sonne glitzernden Betonwüste, die sich in der attischen Ebene ausbreitet und die Hänge der umliegenden Berge hinaufklettert. Am südlichen Horizont bildet der Saronische Golf eine natürliche Grenze.

Athen-Piräus: Vier-Millionen-Großraum

Hochhäuser sind rar, Wolkenkratzer gibt es nicht, und seit 2500 Jahren schauen die Athener zur Akropolis hinauf. Vier Millionen Menschen leben in einer amorphen Stadtlandschaft, die einem Kraken gleich aus dem Meer steigt und Plateau und Berge umklammert. Doch Athen ist gut für Überraschungen: Im Frühjahr steigt der Duft von Tausenden Zitronen- und Pomeranzenbäumen in die Nase, im Sommer ist es der stark duftende Jasmin, der die Abgase überdeckt. Gegensätze überall: Traditionelle Losverkäufer mischen sich unter Büroangestellte, Händler schieben ihre alten Karren mit Sesamkringeln unbeirrt durch den sich quälenden Großstadtverkehr. Bekannte griechische Wörter wie Chaos und Anarchie fallen einem ein, aber auch Polis, die Stadt, Helios, die Sonne, Thalassa, das Meer.

Doch Athen liegt nicht wirklich am Meer. Zwar ist die Stadt längst zusammengewachsen mit ihrer Hafenschwester Piräus, doch sind beide Städte nach wie vor administrativ getrennt. Die Athener haben immer gebührenden Abstand zur See gehalten und bauten deshalb auch in der Neuzeit nicht am Meer, sondern erweiterten ihre Stadt dort, wo sie ihren Ursprung nahm: am Fuße der Akropolis, dem Herz und Wahrzeichen der Stadt.

Diva mit Vergangenheit

Athen ist die älteste, die symbolische und die vergessene Hauptstadt Europas. Römer, Engländer, Franzosen, Deutsche haben antike griechische Kultur und Architektur bewundert und sie in ihren Denkmälern kopiert. Der Streit zwischen der Vorherrschaft der griechischen und der römischen Kultur wurde über Jahrhunderte ausgefochten. Aber wer kannte, wer kennt Athen wirklich? Wurden die klassizistischen, idealistischen Vorstellungen, die das 18. und 19. Jh. übermittelt haben, tatsächlich abgelegt? Man merkt schnell: Es gibt ein antikes und ein nicht antikes Athen. Eine Stadt in Ruinen und eine quicklebendige moderne Metropole, zwei Städte, die scheinbar nichts verbindet. Oder doch? Auch wenn Steine nicht sprechen: Was sagen sie aus über die alten Griechen? Waren sie ebenso erregbar, hitzig, laut und eine Sekunde später herzlich und großmütig wie ihre heutigen Nachfahren? Sind die Kaffeehäuser, in denen tagaus, tagein die selbst ernannten Philosophen, Yuppies, Anarchisten, Konsumenten, Freundinnen eifrig diskutieren, die Nachfolger der alten Agorá? Hat man sich das einstige Treiben unterhalb der Akropolis so vorzustellen wie in den belebten Markthallen an der Athinas-Straße? Immer noch nennen die Athener heute ihre Kinder Aphrodite, Dimosthenes und Perikles. Popkonzerte im antiken Herodes-Atticus-Theater, ein Kinoklassiker unter freiem Himmel mit Blick auf die beleuchtete Akropolis, der Sonnenuntergang vom Felsen des Areopag, ein Ruheplätzchen im Schatten eines Olivenbaums auf der Agorá, die schicke Metro, dank der ganze alte Stadtteile entdeckt wurden – die Antike ist allgegenwärtig. Aber nicht nur! Die griechische Hauptstadt ist auch orientalisch geprägt, und in den Kräuterläden und den Kaffeeröstereien um den Omonia-Platz spürt und riecht man den Einfluss der Osmanen.

Nachts wird gefeiert

Wenn es dunkel wird in Athen, erscheint die Stadt in anderem Licht: Die Hässlichkeit so mancher Fassade wird gemildert, die Sterne funkeln, als wollten sie den Lichtern der Stadt Konkurrenz machen. Der bekannte Athener Krimiautor Petros Markaris behauptet, tagsüber lebten die Athener in einer Hölle, die sich nachts in ein Paradies verwandle. Und recht hat er! Athen ist die Stadt der Nachtschwärmer und Genießer, unzählig sind ihre Lokale, in denen jeden Abend gesungen, getanzt, gelacht wird und die vielen Alltagssorgen ein wenig zurückgedrängt sind.

Liebe Leserin, lieber Leser,

vielen Dank, dass Sie sich für einen Titel aus unserer Reihe MERIAN live! entschieden haben. Wir freuen uns, Ihre Meinung zu diesem Reiseführer zu erfahren. Bitte schreiben Sie uns an merian-live@graefe-und-unzer.de, wenn Sie Berichtigungen und Ergänzungen haben – und natürlich auch, wenn Ihnen etwas ganz besonders gefällt.

Alle Angaben in diesem Reiseführer sind gewissenhaft geprüft. Preise, Öffnungszeiten usw. können sich aber schnell ändern. Für eventuelle Fehler übernimmt der Verlag keine Haftung.

360° Stávros-Niárchos-Kulturzentrum

MERIAN TopTen

2 Kulturzentrum der Stávros-Niárchos-Stiftung

Die »schöne Aussicht« suchte man in Kallithea lange vergebens. Als Architekt Renzo Piano nach der Bedeutung des Stadtteils fragte, war klar: Sein Kulturzentrum würde wieder für beste Aussichten sorgen. Wie ein Keil wächst es aus dem Landschaftsgarten heraus, durch den man zur Ausblicksterrasse aufsteigt (>>).

Leoforos Andrea Syngrou 364

SEHENSWERTES

a Nationalbibliothek

Der Klassiker im neuen Kleid! Die 1832 gegründete Bibliothek hat ein neues, großzügiges, modernes Zuhause gefunden – ein herrlicher Ort zum Studieren, Entspannen und natürlich Lesen (Bücher, Zeitungen, Zeitschriften und viele andere Medien). Ein Platz für die ganze Familie. Die Führungen sind kostenlos, dauern 90 Min. und finden täglich auch auf Englisch statt (>>).

s Staatsoper

Schon wird der spektakuläre, 28 000 m2 umfassende Neubau der einzigen Staatsoper Griechenlands als neuer Stern am Klassikhimmel gefeiert und in einem Zug mit der Oper in Sydney genannt. Auch das Innenleben überzeugt mit dem großen, in Rot gehaltenen, 1400 Zuschauer fassenden Saal, einer weiteren Bühne für 400 Musikliebhaber und vielen Probenräumen. Führungen ermöglicht auch ohne Theaterkarte einen umfassenden Einblick. Sie sind kostenlos und finden täglich auch auf Englisch statt (>>).

ESSEN UND TRINKEN

d Canal Café

Auf der sogenannten Agorá zwischen Oper und Bibliothek mit Aussicht auf den Kanal (>>).

f Pharos Café

Vom Dachgarten des Opernhauses mit einem Blick über Stadt, Land, Meer (>>).

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MERIAN TopTen

MERIAN zeigt Ihnen die Höhepunkte der Stadt: Das sollten Sie sich bei Ihrem Besuch in Athen nicht entgehen lassen.

Wenn Steine sprechen könnten, was hätten sie zu erzählen in Athen! Wen haben sie nicht begeistert, die fünftausendjährigen Marmorfiguren der Kykladen, die kräftigen Karyatiden von der Akropolis, der dorische Parthenon oder die von der Seeluft gepeitschten Säulen des Poseidon-Tempels am Kap Sunion? Ruhepausen zwischen so viel Antike finden sich in der Plaka, unterm Ölbaum oder auf der Agorá.

MERIAN TopTen 360°

Damit Sie sich vor Ort schneller orientieren können, finden Sie zu ausgewählten MERIAN TopTen auf den folgenden Seiten Umgebungskarten mit Restaurant-, Einkaufsempfehlungen und Tipps für weitere Sehenswürdigkeiten.

1 Akropolis und Agorá

Keimzelle der Stadt mit Burghügel, Parthenon-Tempel und antikem Handelsplatz (>>, >>).

2 Kulturzentrum der Stávros-Niárchos-Stiftung

Großartige Architektur, von Renzo Piano inszeniert (>>).

3 Lykavittós-Hügel

Nicht nur für Romantiker bei Sonnenuntergang: Panoramablick vom Haushügel Athens (>>).

4 Akropolis-Museum

Ein Museum der Weltklasse mit Blick auf den Heiligen Felsen der Akropolis (>>)

5 Archäologisches Nationalmuseum

Einzigartig ist der mykenische Goldschmuck aus den Grabungen Heinrich Schliemanns (>>).

6 Museum kykladischer Kunst

Marmoridole von den schönsten Inseln der Ägäis (>>).

7 Plaka

Ein Bummel durch die malerische Altstadt ist Tag und Nacht ein besonderes Erlebnis (>>).

8 Philópappos-Hügel

Ein Spaziergang im Grünen mit unvergesslichem Blick auf die Akropolis (>>).

9 Kap Sounion

Und die Sonne versinkt zwischen den Säulen des Poseidon-Tempels in der Ägäis (>>).

! Insel Ägina

Schiffsausflug zu endlosen Pistazienhainen und dem weltberühmten Aphaia-Tempel (>>).

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360° Akropolis

MERIAN TopTen

1 Akropolis und Agorá

Seit 2600 Jahren überragt der Burgberg, die antike Stadtbefestigung, die alte und junge Stadt. Hier ist die Wiege der Demokratie, der heilige Tempel der Stadtpatronin Athena und einer der wichtigsten kulturgeschichtlichen Orte für Europa. Aus dem 5. vorchristlichen Jh., der griechischen Hochklassik, stammen Parthenon, Erechtheion- und Nike-Tempel sowie die Propyläen (>>, >>).

4 Akropolis-Museum

Eines der wichtigsten Museen für klassische Archäologie. Im obersten Saal wartet man auf die Rückkehr der sogenannten Elgin-Marbles, die seit dem 18. Jh. in London sind (>>).

Makrigianni, Dionysios Aeropagitou

8 Philópappos-Hügel

Ein stiller grüner Ort mit Rundblick auf die Stadt. Am schönsten im Frühling oder zum Sonnenuntergang (>>).

SEHENSWERTES

a Diónysos-Theater

Das erste steinerne und zugleich größte Theater der Antike! An dieser Stelle wurden »Die Perser«, »Antigone«, »Medea« und viele weitere Stücke von Aischylos, Euripides und Sophokles uraufgeführt. Heute deklamieren hier nur noch die Touristenführer – die Aufführungen des griechischen Sommerfestivals finden im nahe gelegenen Herodes-Atticus-Theater statt (>>).

s Felskuppe des Areopags

Den schönsten Blick auf die Akropolis hat man vom antiken Sitz der Gerichtsbarkeit. Ein wunderschöner Ort, auch für unverbesserliche Romantiker (>>).

ESSEN UND TRINKEN

d Strofí

Nicht zu toppen ist der Blick von der Dachterrasse dieses schönen Restaurants auf den nächtlich beleuchteten Parthenon (>>).

Rovertou Galli 25

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360° Kolonáki-Viertel

MERIAN TopTen

6 Museum kykladischer Kunst

Das Museum ist den ägäischen Kulturen gewidmet und umfasst vier Jahrtausende Kultur- und Kunstgeschichte. Weltberühmt ist die Sammlung der marmornen Kykladenidole (>>).

Neofytou Douka 4

SEHENSWERTES

a Benáki-Museum

In der herrschaftlichen Stadtvilla wird die großartige Kunstsammlung des Athener Mäzens Antonis Benákis präsentiert. Mit gutem Restaurant (>>).

Koumbari 1

s Nationalgarten

Die grüne Oase im Herzen von Athen. Ein herrlicher Ort zum Relaxen, Spielen und Lesen (>>).

ESSEN UND TRINKEN

d Ilíssia

Zum Aperitif auf die Terrasse des Byzantinischen Museums, eine Oase zwischen den zwei befahrensten Verkehrsstraßen Athens. Das Café ist ohne Museumseintritt zugänglich (>>).

Vas. Sofias 22

EINKAUFEN

f Benáki-Museumsshop

Schönes Papier, schönes Design, schöner Schmuck von jungen und von etablierten griechischen Künstlern im neuen Benáki-Shop (>>).

Kriezotou 3

g Kafedes Misseyannis

Feine Kaffee- und Teesorten sowie das dazugehörige Zubehör. Das Geschäft wird in der vierten Generation geführt (>>).

Leventi 7

h Perfume & Soap

Griechische Naturkosmetik, schöne Düfte und handgeschöpfte Seifen, hübsch präsentiert und verpackt, verkauft von einer jungen Athener Familie (>>).

Skoufa 10

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MERIAN Tipps

Mit MERIAN mehr erleben. Nehmen Sie teil am Leben der Stadt und entdecken Sie Athen, wie es nur Einheimische kennen.

1 Coco-Mat-Hotel B

Es war einmal ein Mann, der verbrachte eine Nacht am Strand und träumte davon, den Menschen schönere Träume zu schenken. Wie das gehen sollte? Mithilfe der Natur! Paul Evmorfides sammelte Algen, Rosshaar, Schafswolle, eine Schneiderin nähte die perfekte Matratze, und ein Zimmermann baute das perfekte Bett. Schon Sokrates hatte sich auf Seetang gebettet. Aus dem Traum wurde ein weltweit äußerst erfolgreiches Unternehmen, das Luxusmatratzen und zeitlos schöne Möbel zu umwelt- und sozialverträglichen Bedingungen herstellt. Davon kann man sich auch in den unternehmenseigenen Hotels überzeugen. Das Athener Coco-Mat-Hotel in dem schicken Kolonáki-Viertel mit Dachterrasse überzeugt durch ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis und sorgt für höchsten Schlafkomfort. Weitere Hotels in der Stadt sind in Planung.

Koukáki • Patriachou Ioakeim 36 • Metro: Evangelismós • Tel. 21 07 23 00 00 • www.cocomatathens.com • 42 Zimmer • €€€

2 Édem

Seit fast 100 Jahren serviert diese Taverne Fisch – und ist damit so erfolgreich, dass die Straßenbahnhaltestelle nach ihr benannt wurde. Hier lässt sich ein erfrischendes Bad im Meer mit dem Besuch einer typischen Taverne verbinden. Auf weißen Holztischen werden Brassen und Schwertfisch, Octopus und viele Vorspeisen serviert. Das Urlaubsfeeling im Großstadtdschungel ist garantiert.

Paleo Fáliro • Poseidónos 74 • Straßenbahn 2 und 3, Haltestelle Édem • Tel. 21 09 82 00 15 • www.edemrestaurant.gr • €€

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3 Café Melina

Übersichtskarte | Google Maps

Sie war die Knef Griechenlands, eine große Interpretin mit tiefer, rauchiger Stimme, unvergessen als Schauspielerin im Filmklassiker »Sonntags nie« (1960): Melina Mercouri. Zuletzt engagierte sie sich als Kulturministerin für die Rückholung der Elgin-Marbles aus London – vergeblich. Auf ihre Initiative geht die Auszeichnung »Europäische Kulturhauptstadt« zurück, die seit 1985 jährlich Städte in den Mittelpunkt stellt (Athen war die erste »Kulturhauptstadt«). In diesem Café wird das Andenken Melina Mercouris bewahrt. Von den Wänden blickt die Diva auf historischen Fotos und Filmplakaten auf die Cafébesucher.

Plaka • Lisiou 22 • Metro: Akropoli

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4 Zentralmarkt Kentriki Agorá

Übersichtskarte | Google Maps

Rund um den Fisch- und Fleischmarkt ist noch ein Hauch Orient spürbar. Am aufregendsten ist er in den frühen Morgenstunden. Um die schön restaurierte Fischhalle herum bieten Händler lautstark ihre Ware an: Oliven, Trocken- und Hülsenfrüchte, Feta, Stockfisch, Gewürze und Delikatessen. Hier kauft die sparsame Athener Hausfrau. In der riesigen Fleischhalle türmen sich wohlgeordnet Kutteln, Lammköpfe (eine Delikatesse!), Geflügel und Wild.

Zentrum • Athinas • Metro: Monastiráki oder Omonia • 8–19 Uhr

5 Alexis Papachatzís

Übersichtskarte

Abseits der Touristenströme liegt die kleine Werkstatt von Alexis Papachatzís, die zugleich auch als Verkaufsraum dient. Seit seinem 12. Lebensjahr kreiert Alexis Silber- und Bronzeschmuck mit viel Fantasie und Liebe zum Detail. Früher verkaufte er seine humorvollen, manchmal auch nachdenklich stimmenden Kreationen auf der Straße. Nun, da er eine Familie ernähren muss, ist er stolzer Besitzer dieses sympathischen Ladens. Seine Ohrringe, Anhänger, Ringe, Anstecknadeln oder kleinen Figuren sind ein sehr persönliches, günstiges Mitbringsel.

Plaka • Erechtheos 6 • Metro: Monastiráki • Tel. 21 03 25 40 64 • www.alexisp.gr

6 Cocktailbar 360

Übersichtskarte | Google Maps

Der Aufgang ist völlig unscheinbar, aber er lohnt: Über drei Stockwerke erstreckt sich die stylische Bar; Höhepunkt ist zweifellos das umwerfende Panorama von der Terrasse auf die beleuchtete Akropolis und die Altstadt an einem Sommerabend. Aber auch in den Wintermonaten genießt man den 360-Grad-Blick, tagsüber bei Kaffee und am Abend bei einem Cocktail. Ein Muss!

Monastiráki • direkt an der Metro-Station, Eingang über die Iféstou 2 • Metro: Monastiráki • Tel. 21 03 21 00 06 • www.three-sixty.gr

7 Kino unterm Sternenhimmel

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Viele Kinos ändern wöchentlich ihr Programm. Ausländische Filme werden nicht synchronisiert, sondern nur untertitelt. Ein besonderes Erlebnis sind die Freilichtkinos im Sommer (Mai–Okt.) unter dem Sternenhimmel von Athen.

Adressen >>

8 Rembétiko

Istanbul und Izmir brachten als Schmelztiegel europäischer und orientalischer Traditionen im 19. Jh. und zu Beginn des 20. Jh. eine Musikkultur hervor, die man heute als »Ethno« oder »Weltmusik« bezeichnen würde. Durch die Flüchtlinge aus Kleinasien nach 1922 kam die Musik nach Griechenland und wurde zunächst in den Kellerkneipen am Hafen von Piräus gepflegt. Aus dem Liedgut des Subproletariats entwickelte sich eine allmählich auch an die Öffentlichkeit gelangende Rembétiko-Musik, die ihren Namen von »rembétis« (= unbändig, widerspenstig) ableitet. Heute hat Rembétiko längst alle Gesellschaftsschichten durchdrungen.

Die Lieder besingen die verlorene Heimat, die Liebe und Sehnsucht. Wichtigste Instrumente sind Zupfinstrumente wie das Bouzoúki, Baglamás und die Gitarre, aber auch Violine, Banjo und Rassel.

Livemusik kann man in manchen Lokalen von Exárchia hören; siehe Veranstaltungskalender auf www.athinorama.gr.

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9 Athens & Epidauros Festival

Seit über 50 Jahren zieht das Festival die Besucher in seinen Bann. Eine Belcanto-Oper, eine Ballettaufführung oder ein Konzert im Herodes-Atticus-Theater zu Füßen des erleuchteten Parthenon-Tempels ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Spielstätten sind über die ganze Stadt verteilt, es finden auch Aufführungen antiker Dramen im Theater von Epidauros statt.

Juni/Juli • www.greekfestival.gr

! Ilias-Lalaounis-Museum

Übersichtskarte | Google Maps

Ilias Lalaounis wurde weltberühmt durch seine von altgriechischem Schmuck inspirierten Entwürfe, darunter auch der legendäre Priamos-Schmuck, den einst Heinrich Schliemann in Troja ausgrub. Nachdem der Schmuck während des Zweiten Weltkriegs in Berlin verlorengegangen war, schuf Lalaounis nach Zeichnungen und Fotografien eine neue Priamos-Kollektion – zehn Jahre bevor die Originale im Puschkin-Museum in Moskau wieder zum Vorschein kamen. Schier unerschöpflich sind die Quellen, die den Meister inspirierten: Neben der griechischen Kunst sind es vor allem die altamerikanischen, byzantinischen, altorientalischen und altgermanischen Kulturen, aber auch Steine, Muscheln und Pflanzen, schließlich mythologische, astrologische, aber auch chemische und biochemische Motive und Formen. Zum Museum gehören eine Cafeteria und eine Verkaufsboutique.

Makrigianni • Kallisperi 12 • Metro: Akropoli • www.lalaounis-jewelrymuseum.gr • Di–Sa 9–15, Mi 9–20, So 11–16 Uhr, im Aug. So geschl. • Eintritt 4 €, erm. 4 €

360° Plaka

MERIAN TopTen

7 Plaka

Die Altstadt Athens erstreckt sich unterhalb der Akropolis und ist zu jeder Tages- und Nachtzeit ein Ort zum Bummeln und Staunen. Rund um den Monastiráki-Platz stürzt man sich ins Athener Nachtleben (>>).

SEHENSWERTES

a Anafiótika-Viertel

Inselfeeling pur. Wer durch die schmalen Gassen streift, vergisst schnell die Hektik der Großstadt (>>).

s Römische Agorá

Unter Hadrian wurde in der Ebene ein neues Forum angelegt. Imposant ist bis heute der Turm der Winde (>>).

Polignotou 3

ESSEN UND TRINKEN

d Le Greche

Für Schleckermäuler: das beste Eis der Stadt. Außergewöhnliche Sorten und exzellenter neapolitanischer Espresso (>>).

Mitropoleos 16

f Plátanos

Hier saß schon Henry Miller und debattierte mit seinen griechischen Schriftstellerkollegen bei Speis und Trank (>>).

Diogenous 4

g T.A.F.

Vernissagen, Kiezkultur, Café, Bar und vieles mehr, das ist die The Art Foundation. Wer in die dynamische Athener Kreativszene einsteigen möchte, ist hier genau richtig (>>).

Normanou 5

AM ABEND

h Cocktailbar 360

Über 70 Cocktails, da fällt die Auswahl schwer! Nicht satt sehen kann man sich am Rundumblick über die Altstadt und auf die Akropolis (MERIAN Tipp, >>).

Ifestou 2

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Die Terrasse auf dem Lykavittós (MERIAN TopTen, >>) ist einer der schönsten Plätze Athens, um bei einem guten Essen zu erleben, wie die Sonne über der Stadt untergeht.

Zu Gast in Athen

Die griechische Hauptstadt präsentiert sich dem Besucher als perfekter Gastgeber. Mit südländischer Herzlichkeit empfängt sie den Reisenden und bietet ihm weit mehr als Sonne, Sirtaki und Souvlaki.