Die Familie Maulwurf

Das ist Familie Maulwurf:

Papa Maulwurf.

Mama Maulwurf.

Die Zwillinge Mats und Mia.

Und Oma.

 

Mama arbeitet, während Papa sich um die Kinder kümmert.

Er räumt zu Hause auch schön auf.

Oma ist schon richtig alt und sitzt im Rollstuhl.

Mats und Mia mögen Oma sehr gern, denn mit ihr haben sie immer viel Spaß!

Wie schön, dass ihr geboren seid …

Heute haben Mats und Mia Geburtstag. Aber noch liegen sie im Bett.

Mama hängt Girlanden auf, und Papa bereitet etwas Leckeres zum Frühstück vor. Als die beiden fertig sind, laufen sie nach oben und singen »Wie schön, dass ihr geboren seid …«

Mats und Mia sitzen inzwischen aufrecht im Bett – sie freuen sich so sehr!

Mama gibt Mia ihr Geschenk. Es ist ein Kran.

»Ist das nicht eher etwas für Jungs?«, fragt Papa.

Doch Mama schüttelt den Kopf. »Wer sagt denn so was?«

Mats hätte am liebsten auch einen Kran, aber er bekommt keinen. Stattdessen kriegt er eine Puppe mit echten Kleidern geschenkt.

»Wie schön«, sagt Mats und lacht.

 

Mats und Mia spielen in ihrem Zimmer – Mats mit der Puppe und Mia mit dem Kran. Nach einer Weile tauschen sie.

Aber als Mama reinschaut, spielt Mia schnell wieder mit dem Kran.

Das gefällt Mama, und Mia macht es eigentlich auch Spaß.

Ein lustiges Foto

Papa möchte gern ein Foto von Mama, Mia und Mats machen. Aber er will selbst auch mit auf das Bild.

Das ist kein Problem, schließlich hat die Kamera einen Knopf, mit dem sie das Foto von ganz allein knipsen kann.

»Beeilt euch!«, ruft Mama.

Papa schaut noch einmal durch die Linse.

»Alle bitte mal lachen!«, sagt er, und dann drückt er auf den Knopf.

Die Kamera tickt.

Tick … tick … tick …

Papa rennt schnell zu Mama, Mia und Mats.

Da fliegt auf einmal eine Taube über seinen Kopf hinweg.

Sie fliegt sehr tief – und sie lässt etwas fallen!

Papa duckt sich …

Und genau in diesem Augenblick passiert es:

Papa wirft Mama um, Mama wirft Mats um, und Mats wirft seine Schwester Mia um.

KLICK!, macht die Kamera.

Mama lacht – aber nicht lange. Denn als Papa sich den Kopf an ihrer Jacke abwischt, vergeht ihr das Lachen.

Was für ein verrückter Tag!

Windpocken

Mama steht auf der Treppe und ruft nach oben: »Wer hat meinen roten Lippenstift gesehen?«

Mats und Mia hören sie nicht, dafür sind sie nämlich viel zu beschäftigt.

»Dann muss ich eben ohne Lippenstift losgehen«, brummt Mama.

Mit einem Knall fällt die Tür hinter ihr zu.

Auch das hören Mats und Mia nicht. Lachend sehen sie sich an.

»Du bist voller Flecken«, sagt Mia.

»Klar, weil ich krank bin«, antwortet Mats. Er zwinkert seiner Schwester zu.

»Oh, das ist ein guter Plan!«, findet Mia.

Die beiden Maulwurfskinder legen sich wieder ins Bett.

»Ach, was sind wir doch krank«, kichert Mia.

»Ja, sehr krank«, lacht Mats.

Da kommt Papa ins Zimmer.

»Was ist denn hier los?«, fragt er.

»Wir sind krank«, behauptet Mats. »Wir können leider gar nicht zur Schule.«

Papa schaut sich die roten Flecken an.

»Oh nein«, seufzt er. »Ihr habt bestimmt die Windpocken.«

 

Papa kümmert sich sehr gut um Mats und Mia. Er bringt ihnen etwas zu trinken, Kekse und Bücher ans Bett.

Das gefällt den beiden sehr.

»Ist doch schön, wenn man krank ist, oder?«, sagt Mia.

»Ja, sehr schön«, antwortet Mats.

»So schön krank war ich noch nie.«

 

Dann kommt Mama von der Arbeit nach Hause.

»Sind Mats und Mia noch nicht aus der Schule zurück?«, fragt sie.

»Stell dir nur vor, unsere Kinder sind krank«, sagt Papa.

»Krank?«, fragt Mama.

»Ja, die beiden haben Windpocken.« Papa nickt.

Mama schüttelt den Kopf. »Die hatten sie doch schon.«

Sie läuft nach oben und tritt beinahe auf ihren roten Lippenstift.

Anschließend schaut sie Mats und Mia an. »Aha, Windpocken habt ihr also«, sagt sie.

Aber sie ist überhaupt nicht wütend. Stattdessen nimmt sie den roten Lippenstift in die Hand und malt sich selbst ein paar Punkte auf die Wangen – und zusätzlich auf die Stirn.

»Ooooh, aaaah!«, stöhnt sie.

Sie stöhnt so laut, dass Papa es hört und sofort nach oben rennt.

Er sieht, dass jetzt auch Mama krank ist.

»Ich bringe dir gleich etwas zu trinken«, sagt er. »Kuschel du dich nur gemütlich unter die Decke.«

Papa geht in die Küche.

Lachend legt Mama sich zu Max und Mia ins Bett.

»Papa ist wirklich lieb«, sagt sie.

Eine Runde mit dem Fahrrad

»Heute ist aber wirklich schönes Wetter«, sagt Papa.

»Da hast du recht«, sagt Mama. »Aber schlinger bitte nicht so!«

Papa lacht. »Also bitte, ich kann doch wohl Rad fahren.« Er guckt ganz cool. »Ich bin der beste Radler aller Zeiten.«

Dann beugt Papa sich über den Lenker und rast los.

Mats spürt, wie der Wind ihm durchs Fell bläst.

»Nicht so schnell!«, ruft Mama.

Papa dreht sich um.

»Was sagst du?«, fragt er.

»Schau lieber nach vorn«, ruft Mama.

BUMM!

Da knallt Papa auch schon gegen einen Baum und fliegt durch die Luft.

Mats segelt direkt hinterher.

Das Rad bleibt an einem Ast am Baum hängen, und Papa sitzt verdattert im Gras.

Genau wie Mats. »Au«, sagt er.

Aber richtig weh getan hat er sich zum Glück nicht.

Mama steigt vom Rad. »Komm her, Mats«, sagt sie. »Setz dich zu mir aufs Rad.«

»Muss das sein?«, stöhnt Mia.

»Ja, mach Platz für deinen Bruder«, sagt Mama streng.

»Und was ist mit mir?«, fragt Papa.

Mama zeigt auf das Fahrrad im Baum. »Sieh zu, wie du nach Hause kommst. Pff, von wegen bester Radler aller Zeiten.«

Sie steigt wieder aufs Rad.

Wütend sieht Papa ihr hinterher. Dann stampft er mit dem Fuß auf – und zwar so heftig, dass das Rad vom Baum fällt.

Es plumpst ihm direkt auf den Kopf.

Auch das noch!

Pommes

»Was ist das denn für ein Wetter?«, sagt Papa Maulwurf und schaut in den Himmel.

Der Himmel lacht ihn nicht an, sondern ist düster und schwarz. Der Himmel will heute einfach nicht strahlend blau sein. Vielleicht ist er böse.

»Wollen wir etwas spielen?«, fragt Mama Maulwurf. »Wie wäre es mit Mensch ärgere Dich nicht

Mia und Mats hätten Lust, aber Papa nicht.

»Das ist ein blödes Spiel«, sagt er. »Wir könnten doch … äh …« Weil ihm nichts einfällt, blickt er wieder zum dunklen Himmel hinauf. »Äh …«

Da hat Mia eine Idee. »Wir könnten Pommes machen.«

»Au ja!«, jubelt Mats.

Doch Mama rümpft die Nase. »Immer dieses fettige Zeug.«

»Mir schmeckt es«, sagt Papa und sieht Mama an. »Ich kann gern welche machen. Wir haben noch so viele Kartoffeln!«

Mama schaut zu Mia und Mats. Die beiden hätten solche Lust auf Pommes!

»Also gut«, sagt Mama seufzend, woraufhin Papa eifrig in die Küche rennt.

Er legt sofort los, und die Schüssel mit den Pommes wird immer voller.

Mia und Mats stehen neben Papa.

»Geht lieber ein Stück zur Seite«, sagt er. »Das Fett ist heiß, das ist ziemlich gefährlich.«

Da hat Papa recht. Denn schon schießt eine hohe Flamme aus dem Topf – sie reicht bis an die Decke!

»Feuer!«, brüllt Papa.

»Feuerwehr!«, schreit Mama.

»Hilfe!«, rufen Mats und Mia und rennen aus der Küche.

Schnell legt Papa einen Deckel auf den Topf, und Mama rettet die Schüssel mit den Pommes.

»Ein Glück«, sagt Mama später. »Beinahe wären sie verbrannt.«

»Aber nur beinahe.« Papa gießt sich Ketchup auf den Teller. »So ein Feuer macht hungrig.« Er stopft sich den Mund mit Pommes voll.