Über das Buch

Manchmal muss man sich den Tag rauslaufen.
Weißt du, was ich meine?
Lass deine Füße den Weg finden. Du merkst es, wenn das geschieht. Dann lass den Tag aus dir heraussickern.
Lass alles, was dir in den Kopf kommt, frei darin herumschweben.

Will ist einer, der geht. Von zu Hause zur Schule, zur Arbeit und wieder zurück. Tag für Tag.

Er geht an diesem kleinen Kerl vorbei, der auf Schmetterlinge wartet. Vorbei an Superman, dem Obdachlosen in der First Street. Vorbei an dem wahnsinnigen Hund, der immer bellt. Aber es gibt auch Orte, an denen will er nicht ‒ kann er nicht ‒ vorübergehen: der Brücke über die Fourth Street, dem Laden mit den hundert chinesischen Segenssprüchen, dem Haus seiner Freundin Playa.

Aber dann legt ihm das Universum unerwartet Hindernisse in den Weg. Und Will muss herausfinden, wie er auf seine Probleme zugehen kann, statt vor ihnen wegzulaufen.

 

 

 

 

In liebevoller Erinnerung an
Garvin Wong und Jeanyee Wong,
zwei Menschen, die für mein Leben
ein unermesslicher Segen waren.

 

Echtes Maisbrot – hast du so eins schon mal gegessen?

Brot, das in einer gusseisernen Pfanne gebacken wird, die man im Ofen erhitzen muss, während man noch den Teig anrührt? Ganz heiß muss der Ofen sein, so heiß, dass du Ofenhandschuhe anziehen musst, bevor du die Tür aufmachst.

Dann nimmst du die Pfanne raus und gießt etwas geschmolzene Butter hinein, dass es zischt, so heiß muss die Pfanne sein. Dann folgt der Teig, und noch bevor die Form zurück im Ofen ist, wird der Teig braun und fängt an den Rändern an zu stocken.

So ein Maisbrot, so eins meine ich.

Es gibt alle möglichen Arten von Maisbrot, sagte mein Dad immer. Das nicht süße aus den Südstaaten, das süßliche aus dem Norden. Und natürlich Dads Maisbrot.

So wie er das sagte, hörte es sich wie fett gedruckt an. Du weißt schon:

Dads Maisbrot.

Die Liste seiner Zutaten hatte er im Kopf. Vielleicht experimentiere ich heute Abend mal wieder damit. Ich versuche nämlich, sein Rezept zu rekonstruieren. Damit das Brot genauso schmeckt wie bei ihm.

Die gusseiserne Pfanne verwahre ich bei mir im Kleiderschrank. Eier sind im Kühlschrank. Butter auch. Milch ist keine da, aber ist schon okay. Wasser tut’s auch.