Der Autor ist Dipl.-Wirtsch.-Ing. und hat sich als Verfahrenstechniker langjährig mit allen Problemstellungen der Energiewende beschäftigt und stellt nun die Machbarkeit grundsätzlich in Frage. Er kommt zu dem Schluss, dass die Energiewende ein rein ideologisches Projekt ist, ein Sommermärchen, was der Gesellschaft am Ende nicht nur ein gigantisches Sondermüllproblem hinterlässt, sondern auch keine Lösung.

Bundespolitik ohne Verstand.

Gesinnungsethik hat das Land wie Mehltau

überzogen und die Verantwortungsethik hat

versagt.

2. Auflage

Bibliografische Information der Deutschen Nationalbibliothek:

Die Deutsche Nationalbibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliografie; detaillierte bibliografische Daten sind im Internet über www.dnb.de abrufbar.

© 2019 Günter Köchy

Herstellung und Verlag

BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt

ISBN: 978-3-74486-086-4

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Grundlagen der politischen Energiewende
  2. Die sieben Gründe des BEE e.V. für die Energiewende
  3. Deutschlands Energieversorgung der Zukunft
  4. Die Energiewende schafft die Gesellschaft

Vorwort zur 2. Auflage

Seit nunmehr 20 Jahren wird die Elektrizitätswirtschaft zugunsten einer dekarbonisierten Stromerzeugung umgebaut und die Bürgerinnen und Bürger wünschen sich lt. Umfragen immer noch eine Energiewende mit Sonnen- und Windenergie. An der Oberfläche scheint auch alles gut zu laufen aber kaum jemand weiß, dass die installierte Leistung der konventionellen Kraftwerke immer noch ausreichend ist, den gesamten Strombedarf Deutschlands vollständig zu decken. Hinter jeder Anlage der Erneuerbaren Energien (EE) arbeitet immer noch ein konventionelles Schattenkraftwerk mit Kernenergie oder fossiler Kraft. Man könnte die Anlagen der EE noch sofort (2019) vom Netz nehmen, ohne dass die Stromversorgung Deutschlands gefährdet wäre. Mit dem Beschluss der Kohlekommission ab 2023 die ersten Kohlekraftwerke stillzulegen, zeitgleich mit dem Ausstieg aus der Kernenergie, wird aber das Ende der Fahnenstange erreicht, die physikalische Wahrheit kommt ans Licht. Die Bundesnetzagentur (BNA) weiß dass, und versucht deshalb, so viel Gaskraftwerke wie nur möglich in die Kaltreserve zu bekommen. Hierin liegt auch der Grund, warum Deutschland an Nord Stream 2 festhält. Deutschland braucht russisches Erdgas als zuverlässige Energiequelle und zwar frei von jeder Ideologie.

Es sollte jedem Bundesbürger bewusst sein, dass der Preis der Zivilisation eine gesicherte und zuverlässige Energiewirtschaft ist und wenn die deutsche Gesellschaft nicht bereit ist, den zu bezahlen, rutscht sie unweigerlich in Not und Elend und macht das Land frei für intelligentere Völker. Nicht jedes Volk will bis zum eigenen Untergang das Weltklima retten, Flüchtlinge retten, die Luft retten, den Wald retten, die Meere retten, weltweit die Menschenrechte retten oder einfach mit einem Marshallplan für Afrika gleich den ganzen Kontinent retten. Manche Völker wollen einfach nur sich selbst in die Zukunft retten, ohne dabei anderen zu schaden. Es gibt auch Politiker, die handeln zum Wohle der Menschen, von denen sie sich haben wählen lassen. Deutschland gehört leider nicht dazu. Deutschland hat den Auftrag, dem Frieden in der Welt zu dienen und das wird politisch korrekt durchgesetzt. Deswegen gibt es so gut wie keinen Konflikt auf dieser Welt, in dem die deutsche Regierung nicht ihre Finger im Spiel hätte und sei es nur, um sich finanziell einzubringen. Was macht die deutsche Politik in Venezuela?

Die Physik können unsere Parteien jedoch nicht austricksen. Solange es noch Tag und Nacht wird und nachts häufig der Wind nicht weht, ist eine naturnahe, zuverlässige und ausreichende Strombereitstellung nach Bedarf mit Sonnen- und Windenergie physikalisch unmöglich. Und der Versuch, Bioenergie als Grundlast zu etablieren ist technisch zwar machbar, scheitert aber an der ausreichenden Verfügbarkeit gärungswilliger oder brennbarer Rohstoffe. Eine Energiewende wird daher nicht funktionieren und eine Stromerzeugung mit Sonnen- und Windenergie würde ohnehin nur etwa ein Drittel des deutschen Primärenergiebedarfes ersetzen, wenn wir 50 % Umwandlungsverluste kalkulieren. Aber natürlich dürfen Sie sich die Energiewende trotzdem wünschen. Eine Energiewende mit EE wäre auch kein Problem, wenn sie den Energiebedarf Deutschlands genau so zuverlässig, bezahlbar, ausreichend und sicher decken würde, wie es die fossilen Primärenergien seit mehr als einhundert Jahren können. Das können sie leider nicht, wie die bisherige Erfahrung zeigt.

Die Energiewende mit EE ist deshalb weiterhin auf dem Weg ins Nichts. Die jetzt vorliegenden Ergebnisse der Energiewende haben alle bisherigen Rechnungen und Annahmen, die zu ihrem Scheitern führen werden, bestätigt. Und mit Vorlage des Abschlussberichtes der Kohlekommission am 26.01.2019 ist jetzt auch der Point of no Return erreicht, so dass einem gesellschaftlichen GAU aus technischen, physikalischen oder wirtschaftlichen Gründen spätestens in 2022/23 nichts mehr entgegensteht.

Das Kernproblem der Energiewende ist eine nachfrageunabhängige, wetter- und tageszeitabhängige Stromproduktion in zufälliger Menge mit Ausnahme der Bioenergie, aber die kostet uns die Umwelt. Für ein stabiles Stromnetz braucht es jedoch eine stetig konstante Spannung und Frequenz an den Netzknoten, unabhängig vom Zeitpunkt und Höhe der Stromentnahme. Mit konventionellen Kraftwerken und Stromproduktion und Stromverteilung aus einer Hand war dieses Regelungsproblem lösbar und zwar mehr als 100 Jahre.

Mit Zappelstrom aus Wind und Sonne ist dieses Regelungsproblem nicht lösbar, jetzt nicht und 2050 auch nicht. Und das ist nicht nur ein Regelungsproblem, sondern auch ein Mengenproblem. In 2017 betrug der Anteil Wind- und Solarenergie am Primärenergieverbrauch 3,9 % (AGEB) und ab 2020 werden die ersten Windenergieanlagen bereits wieder abgebaut und ins Ausland verkauft, auf Halde gelegt oder ein geringer Teil in ersten Versuchen recycelt. Bis heute steht deshalb nicht eine technische Anlage für Erneuerbare Energien, die 2050 noch Strom liefern würde. Der Verbraucher soll aber die Ersatzinvestitionen und die zusätzlichen Investitionen in EE bezahlen, wer sonst? Derzeit sind schon ca. 500 – 700 Mrd. € in EE Anlagen investiert und müssen über den Strompreis zurückgezahlt werden. Eine Billion Euro, wie von Altmaier vorgerechnet, reichen damit noch längst nicht aus, es werden viel mehr und am Ende hat die Gesellschaft „Nichts“, gar nichts. So ein Zappelstrom von Offshore-WEA hat folgendes Ertragsbild:

Quelle: Datenquelle: EEX letztes Update: 16 Jan 2019 23:40 , Fraunhofer ISE

Das Bild lässt die Probleme der Regelung von Spannung und Frequenz im Stromnetz ganz gut erkennen. Leider überträgt sich dieses Zappelmuster auch auf die konventionellen Kraftwerke weil die EE einen Einspeisevorrang haben. Ein tagesscharfes Bild des Winddargebotes sieht auch nicht besser aus. Anders herum gesagt, die konventionellen Kraftwerke müssen den Strombedarf in der Lücke ausfüllen. Und das geht nur über einen erhöhten Anlagenverschleiß und damit zusätzlichen Betriebskosten.

Alle angepriesenen, technischen Künste wie die Wetterprognose, Strombörse, Gridtechnologie, Smart Meter, Trassenbau, Speichertechnologie, intelligente Netze, Bereitstellung von Regelenergie, usw. haben denn auch nur zum Ziel, diesen Mangel der physikalisch bedingten Stromproduktion nach Wetter und Tageszeit zu begegnen. Das wird schließlich an den Kosten, technischer Machbarkeit und steigender Regelkomplexität im europäischen Stromverbund scheitern. Die deutsche Gesellschaft versucht wieder, möglichst effizient, die falsche Aufgabe zu lösen. Das Haus wird auf Sand gebaut und wir werden es nicht schaffen können.

Schon die Stellungnahme einer Expertenkommission zum ersten Monitoring Bericht der Bundesregierung für das Berichtsjahr 2011 „Energie der Zukunft“ vom Dez. 2012 hat das Dilemma der Energiewende deutlich gemacht aber niemand wollte es sehen. In der Zielhierarchisierung der Energiewende (Auswahl) sind die beiden Oberziele unvereinbar. Eine „Reduktion der Treibhausgasemissionen“ zusammen mit dem „Ausstieg aus der Kernenergie“ als gemeinsames Ziel zu definieren ist irreführend. Das kommt der Aufgabe gleich, mit dem Auto von Frankfurt nach Hamburg zu fahren, aber vorher das Benzin abzulassen.

Wer da immer behauptet, dass eine sichere Stromversorgung mit 100 Prozent Erneuerbaren Energien möglich ist, kann das gern sofort in Schleswig-Holstein zeigen und muss nicht bis 2030 oder 2050 warten. Das Bundesland hatte 2017 einen Stromverbrauch von 14,4 TWh jedoch 32,6 TWh produziert und davon 22,6 TWh aus Erneuerbaren Energien mit einer Anlagenleistung von ca. 8 GW. Die installierte Anlagenleistung konventioneller Energien betrug dagegen nur etwa 2,4 GW, und damit wurde die Stromversorgung Schleswig-Holsteins gesichert, nicht mit den Erneuerbaren Energien. Mit den Erneuerbaren Energien wurden in 2017 Subventionen von 3,4 Mrd. € für Anlagen mit Netzanbindung in Schleswig-Holstein umverteilt. (Quelle: www.Schleswig-Holstein.de Medieninformation, „Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien steigt deutlich – Netzausbau wirkt.“). Subventionen sind daher der wahre Treiber der Energiewende und nicht etwa der Schutz der Umwelt oder gar eine sichere Stromversorgung. Jede Installation einer Windenergieanlage schadet der Umwelt und schützt sie nicht, verbraucht mind. 0,5 bis 1 ha Wald- oder Ackerfläche. So produziert eine WEA von 3 MW etwa 5 Mio. kWh/a. Ein Steinkohlekraftwerk von einem GW Leistung produziert auf etwa 20 ha Fläche etwa 8 TWh/a. Mithin braucht es 1600 WEA, einer installierten WEA Leistung von 4,8 GW und eine Fläche von 800 ha für die gleiche Strommenge, wie ein Kohlekraftwerk von einem GW Leistung. Das ist eine Fehlnutzung von Wald- und Ackerfläche vom Feinsten und da sind die Abstandsflächen zwischen den WEA noch gar nicht eingerechnet. Deswegen können die konventionellen Kraftwerke in Schleswig-Holstein auch heute noch die Stromversorgung sichern, und zwar ohne eine einzige Windmühle. Und mit dem KKW Brokdorf ist die Flächenleistungsdichte sogar noch größer.

Das wäre also zu beweisen gewesen und das hat die Kohlekommission verpasst. Das Wachstum wird sie abwürgen, den Strukturwandel einleiten und für Beschäftigung sorgen aber leider nicht für zukunftsträchtige Arbeit. Die Gesellschaft muss jetzt nur noch abwarten, was 2023 passiert, sie kann nichts mehr tun. Und wer sieht, wie die Jugend zusammen mit Greta für alles Gute und gegen alles Schlechte in der Welt demonstriert versteht erst, warum das Wahlalter auf 16 herabgesetzt werden soll, Betreuungsbedürftige das Wahlrecht erhalten sollen und der Sozialstaat für die ganze Welt gilt. Leider wird die Welt dadurch nicht besser. Die Absicht der Bundesregierung noch ein Klimaschutzgesetz zu verabschieden um die Erderwärmung zu begrenzen ist angesichts des deutschen Einflusses auf das Weltklima eine Narrenleistung.

So schreibt die Welt am 25.03.2019: „Teuer und ineffizient: Deutschland bei Energiewende abgehängt – WELT. Das verheerende Zeugnis für die deutsche Energiewende“, Deutschland als Vorreiter der Energiewende? Das war einmal. Das renommierte Weltwirtschaftsforum stellt der Bundesrepublik aus zwei Gründen in vernichtendes Zeugnis aus. Sogar Uruguay kommt besser weg. Die Strompreise eilen von Rekord zu Rekord. Die ständig steigenden Kosten sind ein ewiges Ärgernis für die deutschen Verbraucher – und Industrie.

Doch immerhin, so hofften viele, tun sie mit dem vielen Geld eine besonders gute Sache. Schließlich hatte die Bundesrepublik lange den Nimbus des Vorreiters in Sachen Energiewende. Und jeder Bundesbürger konnte sich als Teil der ökologischen Speerspitze fühlen. Doch der aktuelle Bericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) erklärt diesen Eindruck zur Illusion. Er stellt Deutschland ein ernüchterndes Zeugnis aus. Gemessen an den hiesigen Ansprüchen lässt sich sogar von einem vernichtenden Ergebnis sprechen.“

Sie werden diese Erkenntnis in diesem Buch bestätigt finden und können sich selbst ein Bild von der „Energiewende“ machen, wenn auch mit anderem Vorzeichen. Es geht nicht!

Und man muss an dieser Stelle leider konstatieren, dass die Politik unter Merkel die Bevölkerung zu einer unentschlossenen Masse geformt hat, unfähig sich klare mehrheitsfähige Positionen zu verschaffen. Das betrifft nicht nur die Energiewende, sondern genauso die Zuwanderung, die Steuer- und Familienpolitik, die Wirtschafts- und Verkehrspolitik und erst recht die Bildungspolitik. Wohin man blickt, alles nur Murks und es ist kein Ende dieser Politik in Sicht.

Einleitung: Was bringt uns die Energiewende mit EE?

Alles hängt mit Allem zusammen, erst recht in der Politik und wenn Sie das Buch gelesen haben werden Sie verstehen, was ich meine. Für jeden Naturfreund und begeisterten Bürger einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Politik ist es nur schwer oder gar nicht zu verstehen, warum eine gesicherte Strombereitstellung aus Sonne und Wind am Ende aus physikalischen, technischen und wirtschaftlichen Gründen scheitern wird und schon gar nicht das Ziel erreicht, 2050 etwa 80% des Strombedarfes aus erneuerbaren Energiequellen zu beziehen? Dieses Buch soll dabei helfen, den Durchblick zu bekommen und auf Fakten zu vertrauen anstatt auf Meinungen und Überzeugungen, gestärkt durch Umfragen.

Natürlich kann man mit Sonnen- und Windenergie Strom erzeugen und natürlich ist die Erneuerbare Energie (EE) sauber und praktisch unbegrenzt verfügbar aber leider nicht unbegrenzt gewinnbar und schon gar nicht zu jeder Zeit in so einem kleinen Land wie Deutschland. Bei einem Wirkungsgrad der Solarzellen von 30 % (höchstens) lassen sich bei senkrechtem Auftreffen der Sonnenstrahlung etwa 0,02 kW/m2 elektrische Energie gewinnen, bei Windenergie je nach Windgeschwindigkeit 0,04 bis 0,32kW/m2 und wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht gibt es nichts und das ist häufiger, als gedacht. Die pure und reine Energie der 4000 Jahre alten Windmühlen wurde schließlich schon nachhaltig zum wasserschöpfen und verteilen erfolgreich verwendet. Die Segelschifffahrt ist auch schon älter als 3000 Jahre und nutzt den Wind zum Vortrieb. Es ist aber etwas anderes, in Mesopotamien das Wasser mit windkraftangetriebenen Schöpfrädern auf die Felder zu verteilen als ein Industrieland wie Deutschland zuverlässig und zu jeder Zeit ausreichend mit Strom zu versorgen. Und das ist auch eine andere Herausforderung, als in kleinen Dörfern in Afrika, direkt unter der Sonne, eine funktionierende Stromversorgung aufzubauen, die bislang noch nicht da war. Namibia wäre prädestiniert für einen Energiewende mit EE. Eine Fläche mehr als doppelt so groß wie Deutschland, 3 Einw./km3 und eine mehr als doppelt so hohe Sonneneinstrahlung. So wird denn jedes Jahr die Steigerung der Bruttostromproduktion gefeiert und dem Bürger als Erfolgsmeldung verkauft, obwohl damit nur die Rendite der Investoren gesichert, jedoch kein Beitrag zur sicheren Stromversorgung Deutschlands geleistet wurde. Strom der zufällig, also wetter- und tageszeitabhängig aber nachfrageunabhängig produziert wird, kann genutzt, exportiert

oder vernichtet aber leider nicht auf Lager gelegt werden. Solange sich die Erde um die Sonne dreht und es Tag und Nacht wird, ist eine kontinuierliche Stromversorgung aus Wind- und Sonnenenergie für ein Industrieland wie Deutschland, in geographischer Lage auf der Höhe Kanadas, physikalisch unmöglich. Ich werde es Ihnen in den nachfolgenden Kapiteln vorrechnen. Das Energiedargebot aus Sonne und Wind ist volatil, d.h. unstetig und der Menge nach zufällig. Die Luftbewegungen oder Winde strömen sowohl vertikal als auch horizontal um die Erde und werden durch Gleichgewichtsstörungen in der Troposphäre hervorgerufen, verursacht durch eine zwangsläufig ungleiche Temperaturverteilung durch Tag und Nacht über Land und Meer. Verursacher der Windströmungen ist die Sonne. Und durch die jahreszeitlich stetig wechselnde Stellung der Erde zur Sonne ergibt sich auch eine stetig wechselnde Intensität der Sonneneinstrahlung. Damit kann sich in den unteren Schichten der Atmosphäre nie ein thermisches Gleichgewicht ausbilden. Die thermischen Ausgleichsvorgänge kennen die Meteorologen als Orkane und Gewitter in der Troposphäre, also einer Höhe über der Erde bis etwa 11 km. Da es damit über der Erde in der Troposphäre nie einen stationären Zustand, also praktischen Stillstand der Temperatur geben kann, scheitert die Vorgabe eines Erwärmungsziels von 2° C durch das IPCC schon an der Definition der Ausgangstemperatur, also 2° C Erwärmung von was? Was soll das sein, Klimaveränderung und was ist die Basis der Bewertung? Jeder kann ja auch in seinem persönlichen Lebensumfeld feststellen, es wird nicht wärmer, sondern gefühlt eher kälter und vor allem auch extremer, da macht der Sommer 2018 in Europa keine Ausnahme. Zu dem Ausnahmesommer in Mitteleuropa kamen der Ausnahmewinter in den Alpen und die verschiedenen Hochwasser in fast allen Erdteilen und im Jan. 2019 eine nie gekannte Kältewelle in den USA bis zu minus 40 Grad Celsius. Das Klima ist nicht konstant und war auch nie konstant, soviel ist sicher und wir werden analysieren müssen, inwieweit der Mensch über den CO2 Ausstoß das Klima beeinflussen kann? Denn CO2 war schließlich auch schon ohne Anwesenheit der Menschheit in der Umwelt. Ohne CO2 keine Sauerstofferzeugung über die Photosynthese.

Gesellschaftlich und politisch dürfen wir uns die Energiewende natürlich wünschen. Immerhin 93 % der Deutschen unterstützen den verstärkten Ausbau Erneuerbarer Energien, so eine Umfrage von TNS Emnid im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien. (1006 Befragte Stand 8/2015). Dazu hätte es allerdings gar keiner Umfrage gebraucht denn über die EEG Umlage unterstützen 100 % der Deutschen die Energiewende, ob sie dafür sind oder dagegen? Die Schleswig-Holsteiner sind z.B. dafür, weil sie die Wertschöpfung im Inland halten und in 2017 bereits 3,4 Mrd. € an Subventionen kassiert haben. Und je eher der Trassenbau in den Süden kommt, desto mehr Strom aus Erneuerbaren Energien können sie in das Netz einspeisen, also noch mehr Subventionen kassieren. Schleswig-Holstein erzeugt als erstes Bundesland seit 2014 mehr Wind- und Sonnenstrom als es selbst verbrauchen kann und schaltet die konventionellen Kraftwerke trotzdem nicht ab und Pellworm schafft das sogar seit 2004 (Ingenieur.de 22.06.2001). Es wäre doch zu schön, den Sonnenstrom im Sommer zu speichern und erst im Winter zu verwenden? Warum das nicht funktioniert liegt darin, dass Wechselstromabnahme und -erzeugung nach den heutigen Erkenntnissen der Physik zeitgleich erfolgen müssen und daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Einen Sack Kohle oder Kanister Heizöl kann man sich für den Winter aufbewahren, eine kWh Wechselstrom aus dem Sommer leider nicht und den erzeugten Gleichstrom gleich in Akkumulatoren zu laden geht natürlich, aber das ist die Menge für eine Puppenstube. Ein kg Anthrazitkohle hat eine Energiedichte von 8,92 kWh, ein kg Lithium-Ionenbatterie eine Energiedichte von 0,17-0,20 kWh. Die Kohle hat damit eine etwa 50fach höhere Energiedichte als die Lithium-Ionen Batterie gleichen Gewichts, die außerdem noch eine Sekundärenergiequelle ist. D.h. die Kohle wird gebraucht, um die Batterie mit Energie zu versorgen. Die Wahrheit ist daher, dass die „Energiewende“, ideologisch befeuert, durch private Renditeerwartungen finanziert wird und kein Anleger investiert, weil er den Umstieg der Gesellschaft auf Erneuerbare Energien fördern will, abgesehen von ein paar Ideologen. Wie schön, dass man sein Geld auch noch für einen guten Zweck investieren kann. Immerhin haben es die Grünen geschafft, Angst vor der Kernenergie zu schüren und die verängstigten Bürger mit einer 4000 Jahre alten Technik in die Energiewende zu treiben. Die Wahrheit ist auch, dass die Energiewende den Bürger mehr kostet, als nur eine Kugel Eis/Monat um die Rendite der Anleger zu sichern und die konventionelle Energieinfrastruktur zusätzlich zu bezahlen. Und zu allem Überfluss, am Ende der Leitung sitzt unser Finanzminister Scholz und kassiert den windfall profit, jährlich mind. 25 -30 Mrd. Euro. Der Staat fördert also die Energiewende über die Gesetzgebung (EEG) weil er immer mitverdient, auch wenn sie volkswirtschaftlicher Unsinn ist und kann damit bislang auch die Kosten der Migration bestreiten. Das ist genauso „verdienstvoll“ wie die Steigerung des Bruttoinlandsproduktes (BIP) durch eine steuerfinanzierte Flüchtlingsbeschäftigung oder die Verstromung der Biomasse durch abholzen der Wälder. Die Energiewende ist die pure Umverteilung von unten nach oben und benachteiligt damit gerade diejenigen Bürgerinnen und Bürger, die sich als Wahlklientel der Linken und Grünen ihre Strompreiserhöhung damit selbst bestellt haben. Das Merkel mit Fukushima die Gunst der Stunde genutzt hat, linke und grüne Positionen zu besetzen ist wahltaktisch verständlich, aber sie hat damit auch die Mitte für die AfD geräumt. Jetzt möchte sie beides und sitzt zwischen den Stühlen, schaut von links auf die Mitte. Mit Merkel hat das Volk Probleme, die es ohne sie garantiert nicht hätte. Das wäre weiter nicht so schlimm, wenn es nur um Volksbelustigung ginge, aber diese unlösbaren Themen, Energiewende, Rettung des Weltklimas, islamische Zuwanderung und Marshallplan für Afrika verstopfen die öffentliche Meinung und verhindern die gesellschaftliche Beschäftigung mit Zukunftsthemen zum Nutzen unseres Landes. Z.B. fehlt seit Jahren eine gesellschaftliche Analyse und Verbesserung der Bildungssituation in Deutschland. Baden-Württemberg hat bewiesen dass man gutes noch schlechter machen kann. Der Flickenteppich des Föderalismus hat die Bildung grundlegend ruiniert. Mit einem weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien kennt der Strompreis nach oben keine Grenze weil sich jede Investition auch rechnen muss und die sichert der Staat dem Investor über das EEG, dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz. Wenn der Bürger auf die Barrikaden geht wenn der Strompreis zu hoch ist, was der Deutsche aber ohne Not nicht macht, werden die Investitionsanreize durch ein neues „EEG“ einfach abgewürgt und die Energiewende hört da auf, wo wir gerade stehen. Das war’s! Privat können Sie sich natürlich eine Solaranlage auf das Dach schrauben und in die Eigenstromerzeugung und -verbrauch einsteigen. Sie können ihren überschüssigen Solarstrom an die Stadtwerke verkaufen und ihren Stromanschluss trotzdem behalten. Aber jede Windmühle ist volkswirtschaftlich unsinnig, ruiniert unsere Natur und gehört abgeschaltet, demontiert und das Gelände renaturiert. Niemand schafft eine Energiewende mit Sonnen- und Windstrom und es hat ja auch nicht funktioniert, das Licht in Säcken ins Rathaus zu bringen. Da saßen die Schildbürger nun in der Kohlekommission und haben beschlossen, bis 2038 aus der Kohlenutzung auszusteigen.

Schon Ende 2022 sollen zusätzlich zu den letzten sieben Kernkraftwerken mit 10 GW Leistung auch 7 GW Leistung Kohlekraftwerke vom Netz gehen. Sowohl die Kernkraft als auch die Braunkohle und etwas Laufwasser sorgen in Deutschland für die Grundlast, also einer Stromversorgung rund um die Uhr und dafür braucht man ca. 250 TWh (BDEW) in Bereitstellung. D.h. ab Ende 2022 fehlen 17 GW Leistung, die bis dato eine Grundlast von etwa 110 TWh produziert haben. Die Kohlekommission hat offensichtlich geglaubt, dass Wind- und Sonnenenergie diese Grundlast ab 2022 übernehmen können und zwar rund um die Uhr? Wenn die Experten jetzt ob dieses Glaubens in Ohnmacht fallen, können sie sich von Gerda Hasselfeldt als Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes versorgen und von Ronald Pofalla mit der Bahn nach Hause fahren lassen, zwei Mitglieder der Kohlekommission. Experten aus dem Kraftwerksbau oder Elektrotechnik waren leider nicht dabei und der Vertreter der Bundesnetzagentur (BNA) hat am Katzentisch gesessen. Die BNA beziffert die Versorgungssicherheit mit Solarstrom mit 0 Prozent und die von Windstrom zwischen 5 bis 10 Prozent. Nun hat man den Ausstieg zwar beschlossen aber an die Konsequenzen wollte sich niemand erinnern. Den Ausstieg mit viel Geld zu unterfüttern, also etwa 40 Mrd. € zur Beruhigung der Teilnehmer kann man zwar machen, aber hat der Gesellschaft damit auch neue Probleme ohne Lösung verschafft, zusätzlich zu den bestehenden Problemen der Energiewende:

Dass die Kohlekraftwerke durch Wind- und Solarstrom ersetzt werden könnten, ist nichts als ein frommer Wunsch. Niemand begreift offensichtlich, dass eine Bruttostromproduktion aus regenerativen Energien nicht das Problem ist, sondern eine sekundengenaue Bedarfsdeckung. Man kann so viel Wind- und Solaranlagen betreiben wie man will, in der Dunkelflaute gibt es nichts. Der Blackout ist vorprogrammiert. Und das Wiederanfahren des Stromnetzes mit Wind- und Solarstrom ist leider nicht möglich, weil Spannung und Frequenz ohne Referenzspannung nicht neu aufzubauen sind. Das schaffen nur die riesigen Generatoren der konventionellen Dampfkraftwerke. Der Ausstieg aus dem Betrieb der konventionellen Kraftwerke und der Einstieg in die Zappelstromwirtschaft sind daher nur um den Preis der völligen Dunkelheit zu haben, die Steckdosen geben nichts mehr ab. Stromspeicher, die den notwendigen Bedarf als Gleichstrom in Zeiten von Stromüberschuss speichern und bei Bedarf als Wechselstrom wieder abgeben, sind nicht in Sicht, um nicht zu sagen, ebenfalls unmöglich. Speicher in dieser Größenordnung sind (derzeit) technisch nicht möglich, nicht einmal am Horizont zu erkennen. Wir werden alles nachrechnen. Insofern sind alle Siegesmeldungen: „Fraunhofer ISE: Ökostrom-Anteil in Deutschland bei 40 %“, oder „Biogasanlagen versorgen 9,5 Millionen Haushalte mit Strom“ zwar rechnerisch richtig, aber es wäre grundfalsch, diese Nachrichten mit der notwendigen Versorgungssicherheit der Stromversorgung gleichzusetzen. Trotzdem ist die Kohlekommission mit deutscher Gründlichkeit vorgegangen und hat die Aufgabenstellung, nämlich den Ausstieg aus der Kohlenutzung, in einem halben Jahr effizient abgearbeitet und damit doch nur ihre Gesinnungsethik bewiesen. Verantwortungsethisch hätte sie nach dem Sinn der Aufgabe fragen und dann die Aufgabendurchführung ablehnen müssen. Ein Bild hätte genügt um zu erkennen, wie wichtig die Steinkohle für Deutschland Stromerzeugung ist. Die Einfuhr von Steinkohle gemessen in GJ hat sich seit 2004 praktisch nicht verändert und das bei einem rasanten Ausbau der EE.

Der einzige, der offensichtlich alles weiß aber nichts sagt, ist der Chef der Bundesnetzagentur Jochen Homann und der war leider in der Kohlekommission nur peripher beteiligt. Währenddem unsere Bundesumweltministerin Svenja Schulze uns Stromkunden noch nicht einmal die höheren Kosten einer weiteren Eiskugel androht, macht Homann Nägel mit Köpfen. So schreibt die Welt am 27.01.2019: „Umweltministerin erwartet keine steigenden Strompreise“, „Svenja Schulze versucht, den Verbrauchern die Sorge vor dem Kohleausstieg zu nehmen. Sie zeigt sich zufrieden mit der Arbeit der Kohlekommission und geht nicht davon aus, dass sich die Abkehr von der Kohlekraft negativ auf den Strompreis auswirkt.“ Mit anderen Worten, sie hat keine Ahnung.

Währenddem sie das sagt, hat der Chef der BNA Homann Schweißperlen auf der Stirn und versucht, so viel Kaltreserven zu retten, wie nur möglich. So stehen im bayerischen Irsching bei Ingolstadt zwei Investitionsruinen der neuesten Generation von Gaskraftwerken. Dem Betreiber Uniper hat er verboten, die Gaskraftwerke abzuwracken sondern hat sie zur Kaltreserve verpflichtet. Der „Zufall“ wollte es so, dass der Netzbetreiber Tennet vor einiger Zeit eine Auktion zum Bau eines neuen 300 MW Gaskraftwerkes in Auftrag gegeben und Uniper den Zuschlag erteilt hat. Nun kommt zu den zwei unterausgelasteten Gaskraftwerken in Irsching noch ein Drittes. Die Gaskraftwerke sollen in „Notsituationen ab Okt. 2022 das Netz stabilisieren. So gibt es also eine Kompensation für die dann stillzulegenden Kern- und Kohlekraftwerke und zwar voll karbonbefeuert. So hat Homann bis jetzt ca. 11,5 GW fossile Kraftwerke „außerhalb des Strommarktes“ gesichert (Stand 19.11.2018). Damit soll der Blackout doch noch verhindert werden und der Trassenbau ist auch nicht mehr so wichtig. Kohleausstieg geschafft aber fossile Energien weiterhin in Betrieb und das treibt natürlich den Strompreis je kWh für die Verbraucher weiterhin in die Höhe. Der Stromkunde muss die Anlagen bezahlen wenn sie laufen, wenn sie nicht laufen oder nicht laufen können weil sie bei zu viel Wind abgeregelt werden müssen. Kernenergie- und Braunkohlekraftwerke können ihren Strom zu etwa 3 ct/kWh erzeugen, Gaskraftwerke brauchen schon das Doppelte, was den Strompreis noch höher treiben wird. Mit einem Umstieg von Braunkohle auf Gas zur Stromerzeugung braucht Deutschland natürlich mehr Erdgas und daher wird Nord Stream 2 verständlich.

Und wenn die Kohlekraftwerksbetreiber ihre Anlagen dicht machen, können sie ihre CO2 Zertifikate an Polen oder Tschechien verkaufen, die dafür Deutschland mit Strom beliefern, wenn er uns fehlt, d.h. immer. Dann können wir aber mit dem Finger auf Polen und Tschechien zeigen, die dann mehr CO2 in die Luft blasen als Deutschland. Wohin man auch schaut in der Energiewende, Murks wird mit noch größerem Murks bekämpft. Was der Chef der BNA also treibt ist zwar gut gemeint, aber schlecht gedacht. Jochen Homann verlängert die Lebenszeit der Energiewende, die am Ende doch scheitern wird. Und er unterstützt damit ungewollt die fortgesetzte Migration aus Drittstaaten nach Deutschland, denn die wird zu einem großen Teil aus Steuern und Abgaben der Energiewende bezahlt. Sowohl in der Energiewende als auch in der Migration wird die Gesellschaft scheitern. Zur Umkehr ist es schon zu spät ist und eine neue Gesellschaft mit verschiedenen Kulturen wird entstehen von der niemand weiß, wie sie am Ende aussehen wird?

Und wofür das alles? Wenn wir über das Klima sprechen, meinen wir nicht das Wetter in Deutschland, sondern das Weltklima. Welchen Einfluss hat nun ein Land mit 0,24 % der Erdoberfläche und weniger als 1 % der Erdbewohner auf das Weltklima? Die Kohle hatte 2016 einen Anteil von 107,7 Mio. t SKE (Steinkohleeinheiten) am Primärenergieverbrauch, gleich 75 Mio. t OE (Oil Equivalents). Das sind bei einem Weltenergieverbrauch von 13276 Mio. t OE gerade 0,56 % (Fischer Weltalmanach). M.a.W., das Weltklima wird es nicht beeinflussen, wenn Deutschland aus der Kohleverstromung aussteigt. Die 75 Mio. t OE werden dann woanders auf der Welt verbrannt, ohne dass Deutschland darauf Einfluss hätte. Dann kann man sich auch gleich von der Stahl- und Zementproduktion verabschieden, denn die brauchen zur Produktion auch Kohle. Wenn Deutschland am Ende vollständig auf Erneuerbare Energien umgestellt hat, bekommen wir die ewige Dunkelflaute, haben das Weltklima trotzdem nicht „gerettet“ aber uns in die Steinzeit katapultiert.

Ebenso wird es die Welt gar nicht bemerken, wenn Deutschland eine unbegrenzte Migration aus Drittstaaten zulässt, um einen angeblichen Fachkräftemangel aus demographischen Gründen zu vermeiden und unseren Wohlstand zu halten. Die Weltbevölkerung wächst jährlich um mehr Menschen, als Deutschland überhaupt Einwohner hat. Was wir sehen ist aber genau umgedreht, steigende Strompreise, wachsende Sozialkosten, steigende Kriminalität und unbekannte Krankheiten führen nicht zu mehr, sondern weniger Wohlstand. In Wirklichkeit hat Deutschland keinen Fachkräftemangel, sondern die Bevölkerung ist für die Anforderungen der Zukunft schlecht oder gar nicht ausgebildet. Und was seit Jahren ins Land strömt sind noch schlechter ausgebildete „Fachkräfte“ ohne Deutschkenntnisse. Deutschland hat aber schon mehr als acht Millionen Analphabeten. Man kann es drehen und wenden wie man will, die Energiewende und die Migration kosten Deutschland die Zukunft. Das hat noch kein Volk geschafft, aber unsere Parteien schaffen uns ab und zwar völlig demokratisch.

Die einzigen Erneuerbaren Energien, die es schaffen die Stromerzeugung mit dem Strombedarf zu synchronisieren sind Biomasse in Biogasanlagen und Holz zur Verstromung in Kraftwerken. Das führt leider zu der unschönen Situation, dass die Natur im Namen von Umweltschutz und ressourcenschonender Energienutzung ruiniert wird, um sie zu retten. Mehr als zweieinhalb Millionen Hektar Ackerfläche, also fast ein Fünftel der Gesamtfläche zum Anbau von Energiepflanzen in 2015, ein rabiater Holzeinschlag, der den Zuwachs übersteigt und herrliche Wälder, wie Schwarzwald, Hunsrück, Taunus oder Westerwald, die mit Windparks zu Industrieflächen degradiert werden und ihre Erholungsfunktion verlieren, sprechen für das hoffentlich baldige Ende der Energiewende. Aus dem Methan von ca. 9500 Biogasanlagen wurde 2018 etwa 32 TWh Strom erzeugt zu einem vierfach höheren Preis als über Erdgas (FAZ.net 21.06.2011), deshalb läuft nichts ohne Subventionen. Und selbst, wenn die gesamte Ackerfläche Deutschlands zur Stromerzeugung aus Biomethan genutzt werden würde kommen nur etwa 190 TWh zusammen und das ist nicht mehr als ein Drittel der Bruttostromproduktion und es gibt kein Brot mehr zu essen.

Der vermehrte Holzeinschlag stört den Stoffkreislauf der Natur und schädigt damit erst recht die Umwelt. Die deutsche Energiewende steht für Nichts! Würde man den Primärenergiebedarf Deutschlands durch den heimischen Rohstoff Holz versuchen zu decken, wäre unser Land in höchstens 2 Jahren entwaldet. Kein Baum, kein Strauch wären mehr zu sehen. Die Politik führt den Bürger mit dieser Phantomdebatte hinter die Fichte, genau wie mit dem Waldsterben in den achtziger Jahren. Nur heute wird unter dem Mäntelchen des Umweltschutzes und der Ressourcenschonung abgeholzt, was damals überlebt hat. Die Energiewende hat erkennbar den deutschen Wald ruiniert.

Dazu aus Forstwirtschaft (Quelle Statistisches Bundesamt): „56 Millionen Kubikmeter Holz wurden in Deutschland im Jahr 2015 eingeschlagen (gerechnet ohne Rinde)…. 11 Millionen Kubikmeter – das entspricht 19 % des gesamten Holzeinschlags – wurden 2015 als Energieholz genutzt. In 2017 wurden mehr als 53 Mill. m3 Holz eingeschlagen, wovon 9,9 Mill. m3 als Energieholz genutzt wurden, also ebenfalls 19 % des gesamten Holzeinschlages. (Destatis). Und das ist kein Restholz, sondern Stammholz. Das Restholz bleibt im Wald liegen. Im Jahr 2006 lag das Holzvolumen, das für energetische Zwecke genutzt wurde, noch bei 8,3 Millionen Kubikmeter und einem Anteil am Gesamtholzeinschlag von 13 %. Im längerfristigen Vergleich ist eine Zunahme des Holzeinschlags feststellbar: Während im Durchschnitt der Jahre 2006 bis 2015 jährlich 57 Millionen Kubikmeter eingeschlagen wurden, waren es im Zeitraum 1996 bis 2005 nur 45 Millionen Kubikmeter.“ In 2017 wurde mit 53,49 Mio. m3 Holzeinschlag etwas weniger geerntet, als 2015, aber ausreichend zur Verstromung und dazu kommt noch der Windbruch aus 2018. Etwa 8 % der Stromerzeugung wurden 2018 aus Biomasse erzeugt und darin ist die Holzverstromung enthalten. Wir zehren also auch hier immer noch von der Substanz. Gehen Sie in den Wald, der Holzeinschlag ist in ganz Deutschland nicht zu übersehen. Das ist keine nachhaltige Forstwirtschaft, sondern Forstraubwirtschaft. Wer also der Meinung ist, dass CO2 das Klima schädigt, sollte sich wenigstens dafür einsetzen, dass der Holzeinschlag höchstens 2/3 des Zuwachses beträgt. Der Wald benötigt zum Wachsen das CO2 der Luft und wir bekommen Sauerstoff zurück. Ein gutes Geschäft.

Die Energiewende, das werden Sie nachstehend lesen, ist keine Energiewende, sondern die pure Ideologie der politischen Klasse zur Beschäftigung des Volkes, das Land nachhaltig ins Nichts zu verändern. Das ganze Geld fehlt für Zukunftsinvestitionen in Infrastruktur, Familienförderung, Bildungsförderung, Landesverteidigung und es ist erstaunlich, zum Durchfüttern von Fremdvölkern ist noch genügend Geld vorhanden.

Der Umstieg der Mobilität vom Verbrennungsmotor auf den Elektromotor ist genauso ein politischer Hype, dem jede physikalische Grundlage fehlt. Natürlich kann man mit dem Elektromotor auf der Straße fahren. Schon vor dem ersten Weltkrieg waren batteriebetriebene Unterflurförderzeuge in den Fabriken im Einsatz, um die Materialversorgung in den Werkshallen zu sichern und in Berlin haben die Taxen damit ihre Kunden befördert, wir gehen also noch einmal hundert Jahre zurück. Auch in den 50-er Jahren hat es in Deutschland Versuche gegeben, die Elektromobilität in Leicht-LKWs zu fördern, was aber letztlich auch gescheitert ist. Es gibt nicht ein einziges Land auf der Welt, in dem die politische Klasse dem eigenen Volk so viel Probleme aufhalst, für die es nicht verantwortlich ist, die es nicht lösen und die es auch nicht bezahlen kann ohne selbst unterzugehen, wie in Deutschland. Das Ziel der Regierungskoalition mit SPD und CDU/CSU ist die konsequente Abarbeitung ihres Koalitionsvertrages, um sowohl die Energiewende als auch eine ungesteuerte und ungeplante Zuwanderung aus der ganzen Welt nach Deutschland irreversibel zu machen.

Wer die Energiewende anders sieht, kann das tun aber sollte dazu auch eine substantielle Rechnung vorlegen können und keinen ethisch begründeten Meinungsaustausch betreiben. Es gibt genügend Linkspopulisten, die diese Volksverdummung seit Jahren betreiben und das Volk wählt sie wieder und wieder. Eigentlich unbegreiflich? Es gibt aber keine Möglichkeit, Deutschland mit Erneuerbaren Energien ausreichend und sicher zu versorgen. Und wenn das mit Macht durchgesetzt wird, leben wir alle in einer anderen Gesellschaft. Wenn Sie dieses Buch durchgelesen haben, wissen Sie auch, warum das so ist.

Deutschland, im April 2019

Günter Köchy

PS: Auch in diesem Buch lege ich Wert darauf, die Zusammenhänge der politischen Entscheidungen durch die Betrachtung eines Sachverhaltes von mehreren Seiten transparent zu machen. Die Energiewende hat ja zusammen mit der Migration eine unglaubliche, gesellschaftliche Bedeutung gewonnen. Das führt gelegentlich zu Redundanzen in der Darstellung und das ist gewollt. Die Energiewende hat eben viele Facetten und je nach Sicht, ist das Glas halb voll oder halb leer und ich sage Ihnen, es ist gar nichts drin.

1. Die Grundlagen der politischen Energiewende

1.1 Das EEG – Die Wurzel allen Übels

Die Energiewende ist vor allen Dingen eine politische Fiktion, ein Industrieland wie Deutschland mit Strom aus Erneuerbaren Energien ressourcenschonend und nachhaltig zu versorgen, um so den Ausstieg aus der Kernkraft und den fossilen Energien zu schaffen. Diese Fiktion bleibt eine Fiktion, denn Strom deckt allenfalls ein Sechstel des Primärenergiebedarfes in Deutschland und macht Kohle, Gas und Öl nicht überflüssig und schon damit ist das Ziel der Energiewende volkswirtschaftlich ohne Sinn und Verstand. Die Aussage einer Landesregierung, dass die Energiewende nicht nur notwendig sei, um Umwelt und Ressourcen zu schützen sondern auch, um die Kernenergie zu ersetzen, entbehrt jeglichen Verstandes. Dazu muss man sich nur folgende zwei Darstellungen anschauen und vergleichen:

Sowohl Kernenergie als auch Braunkohle sind zur Grundlastsicherung prädestiniert und haben ihren Spitzenplatz in der Auslastung behalten, sollen aber durch Wind- und Sonnenstrom ersetzt werden.

Die gesamte Energieproduktion Strom und Wärme aus Erneuerbaren Energien in 2016 betrug nur etwa 10 % des Primärenergiebedarfes. Diese Zahl ist in 2017 zwar auf 13,2 % gestiegen, aber Wind- und Solarenergie allein haben 2017 nicht mehr als 3,9 % zum Primärenergieverbrauch beigetragen und in 2018 waren es 4,5 %. Im Gegenteil zeigt die Importstatistik des BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle), dass sich die fossilen Energien auf hohem Niveau halten können. In der Zukunft sollen Kohle- und Atomstrom durch einen vermehrten Einsatz von Erdgas ersetzt werden und nicht etwa durch EE. Es geht nicht nur darum, die Argumente der Befürworter der Energiewende mit Gegenargumenten zu besetzen sondern auch darum, die Wirkung des bisherigen Investitionsvolumens in die Energiewende auf das Klima aufzuzeigen. Es lässt sich leider feststellen, dass die bisherigen Investitionen völlig sinnlos waren aber sie lassen sich natürlich ideologisch verteidigen.

Das ganze Übel der Energiewende beginnt mit dem EEG, dem Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG 2017), das im ersten

Teil 1 den allgemeinen Bestimmungen lautet:

㤠1 Zweck und Ziel des Gesetzes

(1) Zweck dieses Gesetzes ist es, insbesondere im Interesse des Klima- und Umweltschutzes eine nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung zu ermöglichen, die volkswirtschaftlichen Kosten der Energieversorgung auch durch die Einbeziehung langfristiger externer Effekte zu verringern, fossile Energieressourcen zu schonen und die Weiterentwicklung von Technologien zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien zu fördern.

(2) Ziel dieses Gesetzes ist es, den Anteil des aus Erneuerbaren Energien erzeugten Stroms am Bruttostromverbrauch zu steigern auf

  1. 40 bis 45 Prozent bis zum Jahr 2025,
  2. 55 bis 60 Prozent bis zum Jahr 2035 und
  3. mindestens 80 Prozent bis zum Jahr 2050.

Dieser Ausbau soll stetig, kosteneffizient und netzverträglich erfolgen.

(3) Das Ziel nach Absatz 2 Satz 1 dient auch dazu, den Anteil Erneuerbarer Energien am gesamten Bruttoendenergieverbrauch bis zum Jahr 2020 auf mindestens 18 Prozent zu erhöhen.

§ 2 Grundsätze des Gesetzes

(1) Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas soll in das Elektrizitätsversorgungssystem integriert werden.

und im Teil 2 heißt es:

§ 8 Anschluss

(1) Netzbetreiber müssen Anlagen zur Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien und aus Grubengas unverzüglich vorrangig an der Stelle an ihr Netz anschließen, die im Hinblick auf die Spannungsebene geeignet ist und die in der Luftlinie kürzeste Entfernung zum Standort der Anlage aufweist, wenn nicht dieses oder ein anderes Netz einen technisch und wirtschaftlich günstigeren Verknüpfungspunkt aufweist; bei der Prüfung des wirtschaftlich günstigeren Verknüpfungspunkts sind die unmittelbar durch den Netzanschluss entstehenden Kosten zu berücksichtigen. Bei einer oder mehreren Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt höchstens 30 Kilowatt, die sich auf einem Grundstück mit bereits bestehendem Netzanschluss befinden, gilt der Verknüpfungspunkt des Grundstücks mit dem Netz als günstigster Verknüpfungspunkt. Und schließlich

§ 11 Abnahme, Übertragung und Verteilung

(1) Netzbetreiber müssen vorbehaltlich des § 14 den gesamten Strom aus Erneuerbaren Energien oder aus Grubengas, der in einer Veräußerungsform nach § 21b Absatz 1 veräußert wird, unverzüglich vorrangig physikalisch abnehmen, übertragen und verteilen. Macht der Anlagenbetreiber den Anspruch nach § 19 in Verbindung mit § 21 geltend, umfasst die Pflicht aus Satz 1 auch die kaufmännische Abnahme. Die Pflichten nach den Sätzen 1 und 2 sowie die Pflichten nach § 3 Absatz 1 des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes sind gleichrangig.“

Das Gesetz umfasst 104 Paragraphen. Man muss sich gar nicht mit den übrigen Paragraphen beschäftigen, um das EEG in seiner Wirkung beurteilen zu können. In dem ganzen Gesetz gibt es nicht einen Hinweis auf die zu erfüllende Versorgungssicherheit als oberstes Ziel einer jeden Energieinfrastruktur und das so ressourcenschonend wie möglich. Dafür aber die Pflicht der vorrangigen Einspeisung Erneuerbarer Energien für Netzbetreiber. Das erzeugt einen nicht auflösbaren Widerspruch in der Versorgungssicherheit. Der „Erneuerbare“ Strom kann die Versorgungssicherheit nicht gewährleisten und kommt in der Einspeiserangfolge an erster Stelle, wenn er zufällig anfällt. Der konventionell erzeugte Strom kann die Versorgungssicherheit gewährleisten, darf aber erst an zweiter Stelle in das Netz eingespeist werden. Da das in der Praxis gar nicht zu trennen ist, befindet sich immer konventionell erzeugter Strom im Übertragungsnetz zu dem nach Bedarf der Erneuerbare Strom zusätzlich eingespeist wird. Somit verstopft Strom aus Braunkohle nicht