Über das Buch

Jeder trägt die Sehnsucht in sich, glücklich zu sein und etwas im Leben zu bewegen. Das ist schon im Menschen von Natur aus so angelegt, denn er ist ein Teil dieser großen Schöpfung und stellt die Krone dessen dar, was Gott schuf. Aber die meisten Menschen leben ein isoliertes Leben vom großen göttlichen System und sind sich ihrer Macht nicht mehr bewusst.

Die Autorin möchte die Leser anhand ihrer Lebensgeschichte anregen, die Macht ihres eigenen Herzens zu erfahren, die im wahrsten Sinne des Wortes, die Welt bewegen kann. Auch zeigt sie uns auf, wie wir über die Sprache unseres Herzens und die Aufnahme und Vermittlung göttlicher Kräfte überall und ganz einfach zu einem Helfer des Guten werden können. Diese Erfahrungen findet sie bestätigt durch die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse der Quantenphysik, die sie einleuchtend und verständlich erklärt. Die Autorin zeigt den Menschen und der Welt Wege zu neuen Quantensprüngen auf.

Über die Autorin

Petra Ross ist seit 2009 staatlich anerkannte Spa- & Wellness-Trainerin. Sie hat seit 10 Jahren ein Massage Studio und vermittelt Entspannungstechniken wie Qi Gong, Autogenes Training und die Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Auch bei ihrer Arbeit lässt sie die göttlichen Energien und ihr Wissen zum Nutzen der Klienten einfließen. Ehrenamtlich gibt sie dieses Wissen zusammen mit ihrem Ehemann in Vorträgen weiter.

1. Auflage 2021

Impressum

Texte: © Copyright by Petra Ross

Umschlag: © Copyright by Petra Ross

E-Mail-Kontakt über: birgit.knelicht@firemail.de

Herstellung und Verlag: BoD – Books on Demand GmbH, Norderstedt, Grafiken des Umschlags/Covers: Designed by Bedneyimages / Freepik, Bilder, Grafiken Buchblock: Bedneyimages / Freepik, Pixabay und Bilder vom Autor.

ISBN: 9783754336021

Das Werk, einschließlich seiner Teile, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertung ist ohne Zustimmung des Verlages und der Autorin unzulässig. Dies gilt insbesondere für die elektronische oder sonstige Vervielfältigung, Übersetzung, Verbreitung und öffentliche Zugänglichmachung.

Inhalt

  1. Das Drama: Aus dem Paradies heraus gefallen, Hilferuf zum Himmel
  2. Der Himmel antwortet, eingetaucht in eine Welt von Liebe und Licht
  3. Sich selbst überzeugen, die ersten Schritte auf dem geistigen Weg
  4. Dem Himmel so nahe
  5. Ein Lebenspartner, wie auf Bestellung
  6. Anderen ein Helfer sein, Liebe und Heilkraft aus dem Herzen weitergeben
  7. Heilung durch die Kraft des Glaubens, das Natürlichste der Welt; wissenschaftliche Ansatzpunkte werden beleuchtet
  8. Krankheit ist Energielosigkeit und ein negativ geistiger Zustand
  9. Die Weite des Kosmos, Lebensenergie und Jungbrunnen für uns alle
  10. Es gibt keine Trennung zwischen uns und allem im Kosmos. Getrennt sein, allein sein, ist Gott sei Dank nur eine Illusion
  11. Dein Gefühl ist die Sprache, die der Kosmos und alles in ihm verstehen
  12. Herz-Quantensprung, Dein Herz bewegt die Welt
  13. Die Ausstrahlungen und Wirkungen unseres elektromagnetischen Herzfeldes
  14. Besondere Arten der Verbundenheit zwischen Menschen - Telepathie
  15. Emotionalen Frieden und Liebe verschicken
  16. Träume sind keine Schäume
  17. Auf zum nächsten Quantensprung im Leben
  18. In einem neuen Bewusstsein sind alle weltweiten Probleme lösbar

“Glauben ist nicht Wissen“

meldet sich der Verstand in seiner Logik.

Wenn wir aber im festen Glauben an etwas

mehrmalige persönliche Erfahrungen gemacht haben,

sind wir von einem Glaubenden zu einem Wissenden gelangt.

In diesem Buch berichte ich Ihnen von meinem Wissen,

von Erfahrungen, die sich für mich vielfach bestätigt haben.

Möge es Sie anregen, auch solches zu erleben.

Denn wir alle sind Kinder des Höchsten,

die ihr göttliches Potential entfalten können.

In Liebe und mit den allerbesten Wünschen

Kapelle: Unterhofalm in Filzmoos

Johann Wolfgang von Goethe

„Es gibt ein universelles Energiefeld,

welches die gesamte Schöpfung

miteinander verbindet.“

aus dem Buch: “Im Einklang mit der göttlichen Matrix“

von Gregg Braden

Vorwort

Manchmal braucht es im Leben tiefe Krisen wie Depression, Krankheit, Schicksalsschläge, um ganz neue Erfahrungen zu machen. Erfahrungen, die alles bisher Erlebte in den Schatten stellen. Mit 28 Jahren bis zum heutigen Tag machte ich, ausgelöst durch eine Lebenskrise, ganz neue interessante geistige Erfahrungen, die mein Leben enorm bereichert und meinen Horizont total erweitert haben. Dies möchte ich mit Ihnen teilen, um Ihnen, so wünsche ich, ganz neue Impulse für Ihr Leben zu geben.

Nachdem mir drei Mal innerhalb von vier Wochen von unterschiedlichen Menschen gesagt wurde, dass ich meine Erfahrungen in einem Buch aufschreiben sollte, tat ich das. Denn ich weiß, dass es das Leben selbst ist, das mich dazu ermuntert, Geschenktes weiter zu schenken.

Jeder von uns ist etwas ganz besonderes, ein Teil dieses großen Universums. Wir können den Zugang zu den Kräften der göttlichen Schöpfung, die uns helfen und heilen, ganz leicht finden. Kraft unseres Herzens können wir diese Energien überall hilfreich einsetzen. Denn alles in dieser Welt reagiert auf die Sprache unseres Gefühls, die aus dem Herzen kommt. Sie wirkt wie ein Programmiercode auf die Materie ein und kann sie verändern.

Dies möchte ich auch in einem Kapitel in wissenschaftlichen Ansätzen leicht verständlich darlegen, um aufzuzeigen, dass es sich dabei um natürliche Gesetzmäßigkeiten handelt. Wir können auf der emotionalen Ebene wie ein Kind Verbindung zu allem in der Schöpfung aufnehmen und sie zu unseren Freunden und Helfern machen, aber auch danken und selbst mal ein Kleinsender des Guten in der Welt sein.

Jeder hat mit diesem Wissen ein unglaublich großes Potential, in seinem eigenen Leben, im Umfeld und überall auf dieser Erde sichtlich positive Dinge zu bewirken und anzuziehen. Ich mache in meinem Buch aber auch deutlich, wie sich negative Gedanken und Gefühle zerstörerisch auf den Sender selbst und alles andere auswirken.

Anhand meiner ganzen Erlebnisse ist mir bewusst geworden: Wir sind nur ein kleinster Teil dieses Universums, wirken aber durch die Art des Denkens und Fühlens sehr machtvoll auf das Gesamtsystem ein.

Dies möchte ich anhand meiner Erfahrungen schildern, damit auch Sie Lust bekommen, ein bewusster Teil dieser Schöpfung zu sein (tiefer in diese Materie einzusteigen). Denn die Zeit ist reif für jeden Menschen, ganz neue Erfahrungen zu machen, unsere eigentlichen schöpferischen Fähigkeiten aus dem Herzen zu leben und heilsam auf das große Ganze einzuwirken.

1. Kapitel

Das Drama: Aus dem Paradies heraus gefallen

- Hilferuf zum Himmel -

Meine Zwillings-Schwester und ich wurden 1961 als 3. und 4. Kind in eine landwirtschaftliche Familie hineingeboren. Wir waren von den Eltern nicht geplant und so stand eine Menge Arbeit an neben der Bewirtschaftung von Hof und Feld. Gott sei Dank gab es noch die Oma väterlicherseits, die uns mitversorgte. Vieles drehte sich nur um die landwirtschaftliche Arbeit, wir Kinder wurden mit Nahrung und Kleidung versorgt, aber es blieb kaum Zeit für liebevolle Fürsorge. Das sage ich, ohne meinen Eltern einen Vorwurf zu machen, sie waren sehr pflichtbewusst und haben ihre Erfahrungen eins zu eins an uns weitergegeben.

Meine Schwester und ich waren in der Kindheit sehr ängstlich. Da unsere Eltern und die Oma mit den Aufgaben rund um Haus und Hof beschäftigt waren, sind wir ihnen oftmals hinterhergelaufen, um nicht allein zu sein. Das machte uns unfrei und wir konnten kein richtiges Vertrauen zu ihnen und zum Leben entwickeln. Um die schon damals aufkommenden depressiven Verstimmungen und Ängste zu kompensieren, entwickelten wir bis zum elften Lebensjahr einen Schaukelmechanismus auf dem Sofa, um uns innerlich zu beruhigen. Das häufige Nasenbluten, der Schrei meiner Seele nach Liebe, endete damit, dass mir Adern in der Nase verödet wurden. Das änderte aber nichts an dem ursächlichen Problem. Wir lernten mit Fleiß und Leistung unser nicht beachtet werden zu kompensieren, denn da erfuhren wir die Beachtung und Anerkennung, nach der wir uns sehnten.

So waren wir schon aus dem Paradies herausgefallen, Geliebt-Werden nur unter Bedingungen. Ich habe mich unfrei und abhängig gefühlt von Menschen und Pflichten. Ich glaubte immer besondere Leistungen erbringen zu müssen, mein Leben fühlte sich schwer an. So zog sich dieses Leistungsschema durch Schule, Ausbildung, Beruf und zehrte immer mehr an meinen Kräften. So steuerte ich unbemerkt auf ein Burnout zu. Die gewünschte Liebe und Anerkennung fand ich auch nicht in Partnerschaften. Es endete immer in einer Sackgasse von Abhängigkeiten und unerfüllten Erwartungen von der einen oder anderen Seite. Mit 24 Jahren fiel ich in einer Phase der Arbeitslosigkeit und nach dem Scheitern einer Beziehung in eine tiefe Depression mit vielen körperlichen Beschwerden, Appetit- und Schlaflosigkeit. Das war eine ganz schlimme Lebensphase für mich.

Das Leben selbst machte mir auch Angst, es kam mir manchmal unheimlich vor. Warum ist die Nachbarin so jung gestorben? Wieso ist der Unfall passiert? Warum das Flugzeug abgestürzt, der Bus verunglückt? Warum sind Umweltverschmutzungen und Naturkatastrophen geschehen? Gibt es da Gesetzmäßigkeiten, nach denen das alles geschieht? Haben wir das verursacht, können wir gegensteuern? Was hat das Leben für einen Sinn? Wie kann ich glücklich werden? In mir war schon lange der tiefe Wunsch, anderen Menschen ein Helfer sein zu können, aber dafür fehlte mir nun wirklich jede Basis.

Mit 27 Jahren, nach mehrmaligen Zusammenbrüchen half mir eine sechswöchige Kur. Aber kurze Zeit danach litt ich wieder unter großer Kraftlosigkeit und unter einer ständigen inneren Unruhe, so als ob mein Innerstes etwas sucht, was es noch nicht gefunden hat. Depressive Verstimmungen, Schlafstörungen und häufige Rückenschmerzen waren meine ständigen Begleiter. Ich war verzweifelt und wusste nicht, wie es weitergehen sollte. Mein Vater beruhigte mich morgens, wenn ich kraftlos und traurig vor ihm saß und nicht wusste, wie ich den Arbeitstag wieder überstehen sollte. Er tröstete mich mit Worten wie: „Wenn Du denkst es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her, wir haben doch Jesus.“ Worauf ich deprimiert erwiderte: „Wo ist denn Jesus, warum hilft er mir nicht?“ Eines Abends saß ich verzweifelt und erschöpft auf der Bettkante und bat inniglich zu Gott, dass er mir einen Weg aufzeigen möge, wie ich aus dieser Krise wieder herauskommen könnte. Es war mehr ein verzweifelter Hilfeschrei als ein Gebet.

2. Kapitel

Der Himmel antwortet,
eingetaucht in eine Welt von Liebe und Licht

Einen Monat später ging ich nach der Arbeit durch die Herforder Innenstadt und stieß auf einen Infostand. Das Bild eines mir unbekannten Mannes mit dem Text: „Es gibt kein unheilbar, Gott ist der größte Arzt“ zog mich an. Ich ging zum Stand und hörte von einer Heilkraft, die von Gott käme und das mehrere Personen auch heutzutage Heilung erhalten hätten. Ich erfuhr, dass der Mann auf dem Bild Bruno Gröning hieße und bereits verstorben sei. Es wurde mir glaubhaft geschildert, dass er das Wissen hätte, woher die Krankheit käme und wie man sie wieder beseitigen könne. Dass die Krankheit etwas Ungutes sei, das über die Seele käme (ungute Gedanken) und daher auch nur über die Seele wieder geheilt werden könne (Glauben, Aufnahme der Heilkraft).

Auf der einen Seite war ich sehr angerührt, auf der anderen Seite aber auch sehr skeptisch. Die Tatsache, dass Herr Gröning ein katholischer Christ war, der die Menschen aufrief, der Lehre Christi zu folgen, stimmte mich vertrauensvoll.

Mein Interesse war dann doch so groß, dass ich zu einem Informations-Vortrag gegangen bin. Die damalige Leiterin, Grete Häusler, des gemeinnützigen Vereins Kreis für natürliche Lebenshilfe e. V., intern Bruno Gröning Freundeskreis (nachfolgend Kreis) begrüßte mich und die anderen Gäste sehr herzlich. Es waren mehrere Geheilte und auch Zeitzeugen von damals anwesend. Alle Interessierten wurden nett aufgefordert, ihre Krankheiten, das Unheilbare, Sorgen, alles was kreuz und quer im Leben läuft, in die Vergangenheit zu stellen, es abzugeben, um jetzt das Neue, das Gute, die Heilung empfangen zu können. Wir wurden ermuntert, unseren Körper während dieser Vortragszeit zu beobachten, was in ihm vor sich geht. Ich war skeptisch, aber auch gespannt und interessiert auf das, was kommt. Frau Häusler berichtete ausführlich und sehr lebendig von ihren drei Heilungen, die sie während eines Vortrages von Bruno Gröning 1950 in Gräfelfing erhalten hatte. Das gesprochene Gute an Worten stand förmlich im Raum, es breitete sich eine liebevolle und vertrauenerweckende Schwingung aus, die mir sehr guttat. Am Ende ihres Vortrages sagte sie zu uns Hilfesuchenden:

„Wenn Sie auch gesund werden wollen, dann bitten Sie Gott, dass Er Ihnen hilft, denn allein ist der Mensch zu schwach. Aber wenn Sie Ihn bitten, dann glauben Sie auch, was das Sprichwort sagt: Das Ungute ist mächtig, aber Gott ist allmächtig. Und wenn Sie das glauben und neu den Glauben an das Gute in sich aufnehmen, dass Gott der größte Arzt ist, dann wird diese Heilkraft beginnen, ihren Körper zu durchfließen.“

In dem Moment hatte ich das Gefühl, als ob etwas geistig Schweres von mir abgefallen wäre, ich fiel fast vom Stuhl. Danach fühlte ich mich sehr leicht und spürte einen angenehmen Energiefluss in den Füßen. Es haben dann noch andere Personen sehr eindrucksvoll von ihren Hilfen und Heilungen berichtet und auch zwei Zeitzeugen ihre Erfahrungen von damals geschildert.

Es hörte und fühlte sich alles so neu an und doch spürte meine Seele Heimat, ein Zurückerinnern an das, was irgendwann einmal gewesen war. Das Sein einer geistigen Welt, von der ich lange bewusstseinsmäßig abgeschnitten war und zu der ich jetzt wieder den Zugang und den Anschluss gefunden hatte.

Am Ende der Veranstaltung wurden alle Anwesenden befragt, was sie gespürt hatten. Ich fühlte mich leicht und befreit und war angerührt von den herzlichen guten Wünschen für uns alle. Ich verließ den Vortragssaal als ein anderer Mensch und war wie ausgewechselt.

Zu Hause angekommen, bemerkte meine Schwester sofort die positive Veränderung an mir. Sie fragte mich, was ich denn gemacht hätte, ich sähe so glücklich aus. Ich erzählte ihr begeistert das Erlebte und sie war sehr beeindruckt davon. Am Abend bekam ich die Bestätigung, dass wirklich etwas für mich Wunderbares während dieses einen Vortrages mit mir geschehen war. Ich konnte abends sofort Ein- und Durchschlafen und das dauerhaft, was mir vier Jahre nicht mehr möglich gewesen war. Ich spürte auch wieder viel mehr Kraft und Motivation, etwas zu unternehmen. Ich habe mich aus dem tiefsten Inneren riesig gefreut, mich erlöst gefühlt und so viel Liebe gespürt, die alles verzeihende, göttliche, bedingungslose Liebe, die helfen und heilen kann, die uns lösen will von unguten Programmierungen und Verstrickungen und die uns ausrichten will zu unserem himmlischen Vater. Das ist ein Gefühl, als ob das Herz Flügel bekommt. Es gibt keine Worte dafür, das muss man einfach selbst erleben.

Auch Arbeitskollegen und Bekannte bemerkten meine positive Veränderung: „Was ist denn mit Petra los, die guckt ja gar nicht mehr so verkniffen“ oder „Du hast ja gar keine dunklen Ringe mehr unter den Augen. Was hast Du gemacht? Du siehst ja ganz anders aus.“

Ich war und bin dem Herrgott unendlich dankbar, dass Er mein Gebet erhört hat. Aber es war für mich noch viel mehr geschehen, ich habe so etwas wie die spürbare Rückverbindung zu Gott erlebt, die Religio. Ein Gefühl, neu geboren worden zu sein, erst jetzt richtig zu leben. Eine so tief ergreifende Erfahrung hatte ich bisher noch nicht gemacht.

Ich durfte erkennen: „Ich bin ja gar nicht von Menschen abhängig, sondern nur von Gott.“ Mein Leben bestand ja bisher zum großen Teil darin, Leistung zu erbringen, um dadurch Anerkennung zu erfahren. In dem Vortrag wurde mir die Heilung ohne mein Dazutun von höchster Stelle geschenkt.

Mir war bewusst, dass dies ein Wendepunkt in meinem Leben sein würde. Aber ich habe mich natürlich gefragt, wie konnte das geschehen, dass ich jetzt wieder schlafen kann. Ich habe ja nur vier Stunden in dem Vortrag gesessen und zugehört. Es wurden mir keine Medikamente, Therapien oder anderes verabreicht. Kann man durch ein gesprochenes Wort gesund werden, durch die Liebe der Vortragenden, die Heilkraft, die ich mit geöffneten Händen aufgenommen hatte? Das ist ja alles geistiger Art, der Körper ist doch materiell. Ich durfte es erleben, dass Heilung auf geistigem Weg möglich ist. Viele interessante Erlebnisse folgten in den nächsten Jahren, von denen ich Ihnen noch berichten möchte. Doch hatte ich auch den inneren Drang, den neuen Weg genauer unter die Lupe zu nehmen. Nach dem Motto „Prüfet alles und das Gute behaltet“ wollte ich diese Angelegenheit auf Herz und Nieren überprüfen.

Davon berichte ich Ihnen im nächsten Kapitel.

Die ersten Schritte auf dem geistigen Weg
in liebevoller Führung.

3. Kapitel

Sich selbst überzeugen, die ersten Schritte auf dem geistigen Weg

Obwohl ich ein so wunderbares Erlebnis hatte und noch viele folgten, war ich dennoch skeptisch. Der Verstand setzte ein und wollte Erklärungen auf meine Fragen. Warum Bruno Gröning als Transformator um die göttliche Kraft bitten, den Heilstrom? Wir haben doch Jesus, der uns durch seinen Kreuzestod erlöst hat! Stimmen seine Aussagen mit der Lehre Christi überein? Das ist ja wohl keine Sekte.

Alle diese Fragen wurden mir nicht auf der Verstandesebene beantwortet, sondern im Herzen, in meinem Inneren nach und nach durch Erlebnisse und Fügungen verständlich.

Am Anfang las ich wertvolle Bücher, die Grete Häusler über Bruno Gröning geschrieben hat: “Hier ist die Wahrheit an und um Bruno Gröning“, “Das Heil erfahren, das ist die Wahrheit“, “Ich lebe, damit die Menschheit wird weiterleben können“. Diese Bücher haben mich sehr angesprochen. Des Weiteren sind seine Original-Vorträge, auf Tonbändern festgehalten, sehr lehrreich. Er mahnt, der Lehre Christi zu folgen und spricht davon, was wir tun müssen, um das Heil erfahren zu können. Gröning selbst sagte ja von sich: „Ich hätte nicht kommen brauchen, wären die Menschen der Lehre Christi gefolgt“. Es lag damals in den Nachkriegsjahren bis in die heutige Zeit noch vieles im Argen, was der Erlösung und Umkehr bedarf.

Folgende Begebenheit half mir, Antworten auf meine Fragen zu bekommen: Eine christliche Person, der ich von dieser Heilweise erzählte, zweifelte das Wirken Bruno Grönings an. Er selbst hatte ja damals die Menschen aufgerufen: „Geben Sie mir Ihre Krankheiten und Ihre Sorgen! Sie werden allein nicht fertig damit. Ich trage sie für Sie.“ Die Dame hielt das für unmöglich. Sie meinte, nur Jesus könne heilen, weil er der Erlöser sei. Ich solle der Sache abschwören. Sie riet mir eindringlich, das Johannes Evangelium in der Bibel zu lesen, dann würde mir alles klar werden. Ich tat dies und wurde dabei noch in meiner Überzeugung bestärkt. Auch Jesus war damals noch nicht etabliert und die Menschen fragten sich, wer ist er, dass er solche Wunder bewirkt. Ist er Gottes Sohn oder treibt er den Teufel mit dem Belzebub aus? Die Menschen mussten sich damals auch selber überzeugen. Dass man den Baum an seinen Früchten erkennt, ist doch immer noch der beste Maßstab. Und die Früchte, die durch das Wirken Bruno Grönings damals geschahen und heute geschehen, sind unvergleichlich gut. Aus meinem Verständnis heraus hat er das Geschehen von vor 2.000 Jahren lebendig für uns in die heutige Zeit zurückgebracht. Mein Herz jubilierte über diese tiefe Erkenntnis.

Die Menschen brauchen von Zeit zu Zeit immer wieder sichtbare Helfer und Zeichen, damit der Glaube an das Göttliche und die Erlösung in ihnen erneut geweckt werden kann. So ist auch die Mutter von Jesus, Maria, eine Berufene, die die Bitten um Hilfe und Heilung weiterleitet. Die vielen Danktafeln an den Kapellen und Wallfahrtsorten geben ein beeindruckendes Zeugnis davon, dass die Gebete erhört wurden.

Auch die Mutter Gottes Erscheinungen zum Beispiel in Medugorje (Bosnien-Herzegowina)1, Fatima (Portugal), San Sebastián de Garabandal (Spanien)2, Guadalupe (Mexiko)3 zeugen von der Liebe Gottes, erlösen und helfen zu wollen. Ich habe das Buch “Die Kinder von Fatima gelesen“, es hat mich zutiefst beeindruckt. Den drei Kindern Jacinta, Francesco und Lucia ist die Mutter Gottes erschienen, mit der Bitte, stellvertretend für das Volk zu beten und Opfer zu bringen, da sonst ein großes Leid über das Land kommen würde. Sie haben den Auftrag in kindlichem Ernst angenommen und täglich inniglich gebetet, Büßergürtel getragen, gehungert und sehr viele daraus resultierende Missverständnisse aufgeopfert. Jacinta und Francesco wurden als Sühneopfer für das portugiesische Volk noch im Kindesalter in den Himmel geholt. Hierdurch blieb dem portugiesischen Volk viel Leid erspart. Was mich in dem Buch besonders berührt hat, ist die Aussage der Mutter Gottes, Maria, dass der himmlische Vater sehr traurig darüber sei, dass die Menschen so täten und lebten, als hätte er seinen Sohn Jesus Christus gar nicht zu unserem Heil auf die Erde geschickt.

Und dennoch, aus seiner bedingungslosen Liebe zu uns Menschen, schickt oder beruft er erneut auserwählte Personen, die bewusst Leid und Karma stellvertretend austragen können. Das Fatima-Geschehen, das Opferleben der stigmatisierten Heiligen und Sühneseele Therese Neumann aus Konnersreuth4 und das Leben des stigmatisierten heiligen Pater Pio5 zeugen deutlich davon. Der italienische Pater Pio blutete 50 Jahre täglich aus seinen fünf Wundmalen. Laut seiner Aussage schmerzten sie so stark, als säßen in den Stigmata Nägel, die gedreht würden. Während seiner heiligen Messen erlebte er geistig die Qualen der Kreuzigung, die er zum Heil der Menschen aufgeopfert hat. Sehr viele Hilfen und Heilungen sind durch seine Fürbitten und Leiden geschehen. Auch der Leidensweg Bruno Grönings6 zeugt von seiner Opferbereitschaft den Notleidenden zu helfen. Er brachte das mit den Worten zum Ausdruck: „Ich bin meinen Kreuzweg schon gegangen.“ Ebenso die vielen anderen Stigmatisierten weltweit, die an das Leiden Christi erinnern und freiwillig freudigen Herzens in der Abgeschiedenheit für andere Menschen Karma austragen und Opfer bringen.

Überall auf der Erde findet Gott Wege, den Menschen zu helfen. In Indien z. B. gibt es Meister, die ihre Schüler in Ashrams in göttlichen Dingen unterweisen. Wenn ein Meister es für notwendig hält, trägt er stellvertretend für den Schüler etwas an seinem eigenen Körper aus, um ihm zu helfen und spirituell schneller weiter zu bringen. Der Yogi