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A. F. Morland

Die Agentin #7: Mister Salvas sieht rot





BookRix GmbH & Co. KG
80331 München

Mister Salvas sieht rot

Die Agentin – Heiße Fälle im Kalten Krieg

Band 7

von A. F. MORLAND

 

Der Umfang dieses Buchs entspricht 123 Taschenbuchseiten.

 

Bela Hancil ist der Henker des ungarischen Geheimdienstes - eine Killer-Maschine, die eingesetzt wird, um Verräter und abtrünnige Genossen zu beseitigen. Jetzt ist er in den USA und hat den Auftrag für vier Liquidierungen: Maria Jirka, Janos Drabek, Zoltan Gulak und die alternde Schriftstellerin Ilona Bascha, die ihre Memoiren über ihr Leben als Spionin schreiben will. Hancil ist äußerst gefährlich, kaltblütig und gewissenlos – und er verliert keine Zeit, seine Aufträge auszuführen. Gelingt es Natalia Ustinov, Top-Agentin einer geheimen amerikanischen Regierungsstelle, die zum Schein als Luxus-Callgirl arbeitet, den kaltblütigen Mörder zu täuschen und rechtzeitig auszuschalten?

 

Copyright

Ein CassiopeiaPress Buch: CASSIOPEIAPRESS, UKSAK E-Books und BEKKERpublishing sind Imprints von Alfred Bekker

© by Author / Cover by Firuz Askin

© dieser Ausgabe 2016 by AlfredBekker/CassiopeiaPress, Lengerich/Westfalen in Arrangement mit der Edition Bärenklau, herausgegeben von Jörg Martin Munsonius.

Alle Rechte vorbehalten.

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Prolog

Sie zog sich aus, weil er es von ihr verlangt hatte. Seine kalten Augen tasteten sie ab. Sie fühlte seinen stechenden Blick über ihre schwellenden Hüften streichen und schauderte. Ihr Haar war blond. Sie hatte es erst kürzlich färben lassen. Ihre großen Brüste waren vollendet geformt. Sie hoben und senkten sich in diesem Augenblick sehr schnell und verrieten, wie schrecklich aufgeregt Maria Jirka war. Kleine Schweißtröpfchen erschienen auf ihrer Stirn. Ihre Angst war unbeschreiblich.

»Wie hast du mich gefunden?«, fragte sie den dunkel gekleideten Mann. Er trug einen flachkronigen Hut. Sein Haar darunter war schütter, das wusste Maria.

»Ich finde jeden«, erwiderte Bela Hancil mit einem frostigen Lächeln.

»Sie haben sehr schnell reagiert«, sagte das blonde Mädchen.

»Das tun sie doch immer, wenn ihnen jemand den ganzen Kram hinschmeißt. Du hättest es wissen müssen, Maria.«

Sie setzte eine verzweifelte Miene auf.

»Ich konnte das einfach nicht mehr machen. Ich dachte, sie würden mich verstehen.«

Bela Hancil grinste.

»Sie begreifen nur eines: Du bist den Verlockungen der westlichen Welt erlegen.«

»Das ist nicht wahr, Bela. Das stimmt nicht. Ich habe mich in den Mann, den ich bespitzeln sollte, verliebt. D a s ist mein Problem.«

»Sich zu verlieben, ist der größte Fehler, den Mädchen wie du begehen können, Maria«, sagte Hancil vorwurfsvoll.

Dann machte er einen schnellen Schritt auf die Nackte zu. Seine Arme schossen vor. Die Finger legten sich wie Stahlklammern um den schlanken Hals des Mädchens. Verzweifelt wehrte sie sich, doch Bela Hancil verstand sein Handwerk. Maria Jirka hatte keine Chance.



1

Sie trafen sich auf einer Bank im Central Park. Charles Newton fütterte die Tauben mit einer Hingabe, wie sie normalerweise nur Rentnern eigen ist, die nicht wissen, wie sie die vielen Stunden im Laufe eines Tages totschlagen sollen. Der dicke Mann spielte seine Rolle vortrefflich. Niemand hätte in ihm den Chef einer straff organisierten Agentengruppe erkannt, dessen Aufgabe darin bestand, in speziellen Fällen die Aktionen von FBI, CIA, Justizministerium und Pentagon zu koordinieren.

Einige Tauben flogen auf, als Natalia Ustinov die Bank erreichte, auf der Newton sie erwartete. Sie trug ein blaues Kostüm mit verschwimmenden Farbtönen. Ihr Lächeln war freundlich und gewinnend.

»Ein herrlicher Tag heute«, sagte sie und setzte sich neben den geheimnisvollen Mann, der vor einigen Tagen die Zentrale seiner Organisation von der Westküste nach New York verlegt hatte.

Der »Buddha« nickte und warf den Tauben wieder Körner zu, die sie gierig aufpickten.

»Wie geht es Ihnen, Nat?«, fragte er, ohne die faszinierende Frau, die er persönlich für seine beste Agentin hielt, anzusehen.

»Danke der Nachfrage. Ich kann nicht klagen. Und wie steht’s mit Ihnen?«

»Schlecht«, seufzte Newton. »Wie sollte es mir sonst gehen?«

»Haben Sie Kummer?«

»Man sieht es mir an, nicht wahr?«

»Wenn man Sie so gut kennt wie ich - ja.«

»Sagt Ihnen der Name Bela Hancil etwas, Nat?«

»Er arbeitet für eine östliche Geheimpolizei. Ist das richtig?«

»Für die HSK, richtig.«

»Warum fragen Sie mich nach ihm?«, wollte Natalia wissen.

»Was für einen Job hat Hancil, Nat?«

»Er tötet Menschen.«

Charles Newton leckte sich die Lippen.

»Ja, Nat, er tötet Menschen. Und zwar mit der Präzision einer Maschine. Er ist eiskalt und das Schlimmste, was die HSK zur Zeit zu bieten hat. Sie setzen ihn immer dann ein, wenn sie sicher sein wollen, dass es keine Panne gibt. Bela Hancil zu begegnen - ich meine, wenn man auf seiner Liste steht -, heißt für den Betroffenen nichts anderes, als dass sein Leben damit beendet ist. Es hatte bisher noch keiner eine Chance gegen ihn. Wenn ich behaupte, dass er etwa fünfzig Menschen umgebracht hat, nenne ich absichtlich die untere Grenze. Da ihm niemals etwas nachzuweisen ist, kann die Zahl der Opfer selbstverständlich auch wesentlich höher liegen.«

Natalia legte den Kopf schief.

»Weshalb erzählen Sie mir so viel über diesen Mann, Mr. Newton?«

»Wir haben einen Tipp erhalten. Hancil soll in die Staaten kommen und ein paar Leute abservieren. Wir wissen nicht, wann das sein wird, und wir haben keinen blassen Schimmer, wen es treffen soll. Vielleicht ist er bereits hier. Kann sein, dass er in diesem Moment seinen ersten Mord begeht.«

Natalia hielt unwillkürlich die Luft an. Gespannt wartete sie darauf, dass Newton weiterredete, denn das dicke Ende kam bestimmt noch. Sie kannte Newton. Er hatte sie nicht hierherbestellt, bloß um ihr sein schweres Herz auszuschütten. Der Chef wollte etwas von ihr. Sie drang aber nicht in Newton. Er würde von selbst damit herausrücken.

»Wir haben alle Sicherungen eingeschaltet«, erzählte der »Buddha« und schnaubte kurz. »Leute, die auf unserer Liste stehen und irgendwie den Geruch an sich haben, mit dem HSK-Geheimdienst in Verbindung zu stehen, werden von uns überwacht. Unsere Elektronik-Experten haben ihre Telefone angezapft. Infrarotkameras sind eingesetzt, Richtmikrophone belauschen verdächtige Personen ... Aber das gehört alles zur starren Routine. Damit haben Sie nichts zu tun, Nat. Das heißt aber nun nicht, dass Sie arbeitslos werden - im Gegenteil. Ich beabsichtige, auf Ihren zarten Schultern die Hauptlast des Unternehmens zu legen. Denken Sie, dass Sie darunter nicht zusammenbrechen werden?«

»Ich bin stark wie ein Pferd«, entgegnete Natalia lächelnd. »Was soll ich tun?«

»Hören Sie zu, Nat. Sie sind mein größter Trumpf in diesem gefährlichen Hasardspiel. Wenn Sie versagen, werden vermutlich mehrere Leute sterben, und zwar von Hancils Hand.«

»Selbst ich bin gegen Rückschläge nicht gefeit, Mr. Newton.«

»Ich weiß, dass Sie nicht zaubern können, Nat. Aber Ihre geistigen und beruflichen Qualitäten lassen mich doch berechtigt hoffen, dass wir diesen gemeinen Killer abfangen können, ehe er dazu kommt, seinen Auftrag auszuführen.«

»Haben Sie schon eine Vorstellung, wie wir an die Sache herangehen sollen?«

»Ja, natürlich.« Newton griff in die Innentasche seines Jacketts, zog das Foto eines Mannes heraus und reichte es Natalia. »Hier, damit Sie sehen, wie er aussieht.«

»Das ist Bela Hancil?«

»Das ist er.«

Natalia lief es kalt über den Rücken. In ihrem Unterbewusstsein formte sich der Wunsch, diesem Mann niemals zu begegnen. Gleichzeitig aber wusste sie, dass sich eine solche Begegnung nicht vermeiden lassen würde. Etwas in ihr warnte sie vor diesem Mann. Sein Gesicht war schmal, an den Wangen erkannte sie die Schatten von zwei dunklen Falten. Der Mund wirkte wie ein Strich. Und die Augen Bela Hancils waren so seelenlos wie Glaskugeln.

»Wie wir alle«, fuhr Charles Newton fort, »hat auch Hancil so seine kleinen Angewohnheiten. Vielleicht liegt genau darin unsere Chance, seiner habhaft zu werden. Sein Lebensinhalt ist das Töten, überall auf der Welt. Doch zwischendurch fühlt er sich einsam. Er hat keine Freunde, verstehen Sie? Niemanden, mit dem er sich treffen, mit dem er reden kann. Er besitzt auf der ganzen Welt keinen Menschen, dem er vertrauen könnte. Für solche Leute wird die Einsamkeit zum Fluch. Wenn er sie nicht mehr ertragen kann, sucht er die Nähe eines Mädchens. Er rührt es nicht an. Es genügt ihm, wenn es bei ihm ist und sich mit ihm betrinkt. Merken Sie nun, worauf ich hinaus will?«

»Sie meinen, ich soll dieses Mädchen sein, das ihm Gesellschaft leistet.«

»Ich habe mir die Sache reichlich überlegt, ehe ich Sie bat, die Rolle eines Callgirls zu übernehmen, Nat. Wir werden versuchen, ihm Ihre Telefonnummer zuzuspielen - über Mittelsmänner, die an der richtigen Stelle herumerzählen werden, was für ein großartiges Erlebnis das Callgirl Natalia Ustinov ist. Wenn er davon Wind bekommt, wird er bei Ihnen auftauchen, davon bin ich überzeugt. So etwas lässt sich Bela Hancil nicht entgehen.«

»Wieso rührt er die Mädchen nicht an, die ihm Gesellschaft leisten? Warum betrinkt er sich nur mit ihnen? Das ist doch nicht normal.«

»Da gebe ich Ihnen vollkommen recht, Nat. Bestimmt würde Hancil mit den Mädchen mehr anstellen, als bloß mit ihnen trinken, wenn er dazu in der Lage wäre.«

»Das verstehe ich nicht. Der Mann ist doch höchstens vierzig Jahre alt.«

»Er hatte vor zehn Jahren einen Auftrag in China zu erledigen. Dabei fiel er einer Gruppe von Fanatikern der Roten Garde in die Hände. Es ist hinlänglich bekannt, was sich da alles abgespielt hat. Seither vermag er einem Mädchen nichts mehr zu geben.«

»Irgendwie eine tragische Figur«, sagte Natalia, warf noch einen Blick auf das Foto und gab es dem Dicken zurück. »Angenommen, er meldet sich bei mir. Was habe ich dann zu tun?«

»Wie gesagt, er wird den Wunsch haben, sich mit Ihnen zu betrinken«, antwortete Charles Newton und entnahm seiner Hosentasche ein kleines Fläschchen. »Sie werden ihm das in seinen Drink geben. Aber Vorsicht, damit er nichts merkt!«

Natalia griff nach dem Fläschchen und schüttelte es. Die Flüssigkeit darin war glasklar.

»Was ist das?«, fragte sie. »Gift?«

»Ganz gewöhnliche K.o.Tropfen. Wer sie schluckt, fällt um, das ist alles. Die Ohnmacht hält einige Zeit an. Dann kommt man wieder zu sich. Absolut harmlos, das Zeug, ohne jede schädigende Nachwirkung auf den menschlichen Organismus.«

»Okay. Hancil fällt also wie tot um. Und was weiter?«

»Alles Weitere übernehmen wir dann. Sobald er flachliegt, rufen Sie mich an. Ich lasse den Knaben unverzüglich abholen. Damit ist die Sache für Sie auch schon gelaufen.«

»Hört sich an, als wäre es genauso leicht, wie mit dem Finger zu schnippen.«

»Es wäre genauso leicht, wenn der Mann, dem Sie diese Tropfen einflößen sollen, nicht Bela Hancil hieße. Nehmen Sie diesen Auftrag um Himmels willen nicht auf die leichte Schulter. Hancil ist gefährlicher als ein Sack voller Klapperschlangen. Und wenn irgendetwas sein Misstrauen weckt, das ohnedies stets auf dem Sprung ist, kann es zur furchtbarsten Katastrophe kommen.«

Es hatte in Natalias Geheimdienstlaufbahn noch niemals einen Auftrag gegeben, den sie auf die leichte Schulter genommen hatte. Newtons Warnung war überflüssig. Sie ließ sie trotzdem unwidersprochen, schob das Fläschchen in ihre Handtasche und sagte: »Eine Frage noch, Mr. Newton.«

»Ja, Nat?«

»Wenn Sie Hancil haben, was machen Sie dann mit ihm?«

»Ihre Aufgabe ist es, ihn uns zu beschaffen. Alles andere sollte Sie nicht kümmern. Da ich aber weiß, wie wissbegierig Sie sind, muss ich Ihnen wohl ein bisschen mehr erzählen. Bela Hancil kennt eine Menge Namen. Es wäre töricht, ihn zu beseitigen. Er nützt uns lebend wesentlich mehr. Unsere Spezialisten werden ihn zum Reden bringen. Hancil in unserer Hand - das ist eine Bombe im gegnerischen Lager, die von uns ferngezündet werden kann.«

Die Agentin erhob sich und reichte dem Dicken die Hand.

»Wenn ich sein Typ bin, kriegen Sie ihn, Mr. Newton.«



2

Seit Generationen beliefern die Salvas Werke die Armee ebenso wie die Marine mit allem möglichen militärischen Material. Der Juniorchef des Unternehmens hieß Gig Salvas. Sein Verdienst war es, dass der Salvas Konzern von der Regierung auf Jahre hinaus mit der Produktion von wichtigen Teilen für Radaranlagen beauftragt worden war. Seine Unterschrift stand unter den gewinnbringenden Verträgen. Vater Salvas trieb sich mit seiner dritten Ehefrau irgendwo in der Weltgeschichte herum. Er kümmerte sich nicht mehr um den Konzern, wusste er ihn doch bei Gig in den besten Händen.

Trotz seiner zweiunddreißig Jahre war Gig Salvas ein mit allen Wassern gewaschener Geschäftsmann. Selbstverständlich war er auch mit allen Salben geschmiert. Ihn übers Ohr zu hauen, war zumindest ebenso schwierig, wie gegen einen gut programmierten Computer eine Partie Schach zu gewinnen. Er kannte einfach alle Schliche. Und den Rest machte sein Gespür für ein sicheres Geschäft aus.

Salvas war groß, breitschultrig, hätte mit seinen Muskelpaketen vermutlich Mr. Universum auf Platz zwei verwiesen, sah obendrein gut aus und gefiel sich in der Rolle des Playboys.

Zumindest war das bis vor einem Jahr so gewesen. Und dann war plötzlich Maria Jirka in sein Leben getreten. Der heißblütige Salvas, dessen einziger Fehler die gefährliche Neigung zum Jähzorn war, hatte sich Hals über Kopf in Maria verliebt. Er hatte von dem Mädchen, das ihn so sehr in seinen Bann geschlagen hatte, nahezu nichts gewusst, und er wusste immer noch nicht sehr viel von ihr. Es war ihm nur bekannt, dass sie aus Ungarn in die Staaten gekommen war, dass sie sich ihr Geld als Grafikerin verdiente - und dass sie ihn genauso liebte, wie er sie. Das genügte ihm, um allmählich den Entschluss in ihm reifen zu lassen, sie zu seiner Frau zu machen.

Noch hatte Salvas zu keinem Menschen darüber gesprochen. Aber er wollt sich Maria schon bald erklären. Er wartete nur noch auf den günstigsten Moment. Im nächsten Monat hatte sie Geburtstag. Salvas hatte vor, sie mit Geschenken zu überhäufen. Und dann wollte er sie fragen, ob sie seine Frau werden wollte, einfach über alle Schranken der menschlichen Gesellschaft hinweg. Das arme Mädchen und der reiche Playboy, der sich die Hörner bereits abgestoßen hatte. Er ersehnte sich nichts so sehr wie ihre Zustimmung. Alles andere konnte er sich für sein Geld kaufen.

Sie saßen in einem weißen Rolls Royce. Das war einer der siebzehn Wagen, die Salvas sein eigen nannte. Al Zinner, ein ehemaliger Catcher, steuerte den Schlitten. Terence York, ein ehemaliger Boxer, saß neben ihm, während sich Salvas im Fond des Wagens befand.

»Halten Sie dort vorn an, Al!«, verlangte Salvas vom Fahrer.

»Im Halteverbot, Sir?«

»Ich bin sicher, die Polizei wird uns diese kleine Sünde verzeihen.« Gig Salvas grinste, und Zinner trat auf die Bremse. Er wollte aus dem Wagen springen und die Tür aufreißen. Doch Salvas war schon draußen.

»Bemühen Sie sich nicht«, sagte der blonde Millionär schmunzelnd. »Ich werde erst im Greisenalter auf Ihre Hilfebereitschaft zurückkommen.«

Zinner grinste schief.

»Ich wette, dann sind Sie immer noch schneller als ich, Sir.«

Salvas betrat das Haus, vor dem der Rolls Royce hielt. Zinner blickte auf seine Armbanduhr.

»Wir hätten ihn fragen müssen, ob wir ihn begleiten sollten.«

York zuckte die Achseln.

»Er hätte uns gesagt, dass wir mitkommen sollen, wenn es nötig gewesen wäre.«

»Und wenn ihm nun was zustößt? Dann bleibt’s an uns hängen.«

York winkte ab.

»Findest du nicht, dass du deinen Job ein bisschen zu ernst nimmst, Al?«

»Verflucht, ich lebe von diesem Job. Und nicht mal so schlecht. Vielleicht denke ich ein bisschen weiter als du, Junge. Überleg doch mal, was geschieht, wenn es Gig Salvas durch irgendeinen dummen Zufall plötzlich nicht mehr gibt. Dann sind wir diesen Job los, stimmt’s?«

»Sicher.«