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Sozialraumorientierung revisited


Sozialraumorientierung revisited

Geschichte, Funktion und Theorie sozialraumbezogener Sozialer Arbeit

von: Gabriele Bingel

34,99 €

Verlag: VS Verlag
Format: PDF
Veröffentl.: 15.08.2011
ISBN/EAN: 9783531932835
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 283

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Beschreibungen

Heutige Sozialraumdiskurse in den Sozialwissenschaften sind in der Regel auf der Suche nach einem Kern von gültiger Theorie und guter Praxis der Sozialraumorientierung. Solchen normativen Sichtweisen kann die Vielfalt empirischer Geschichte städtischer Sozialräume seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entgegen gesetzt werden.
Mit konkreten Einblicken in die Trends verschiedener sozialpolitischer Epochen analysiert Gabriele Bingel das Thema in einem deutlich weiteren Rahmen als bisher und erläutert widersprüchliche Motive der ‚Versöhnung der Klassen’, ‚Emanzipation’, ‚Moralisierung’, ‚Politisierung’, 'Disziplinierung’‚ 'Gemeinschaftsbildung’ oder ‚Aktivierung’ der Benachteiligten. Die Autorin zeigt, dass die lebensweltlich-sozialräumlichen Sozialstrukturen eine ebenso produktive wie ambivalente Projektionsfläche zur Bearbeitung moderner Integrationsprobleme bieten. Sie empfiehlt den aktuellen Diskursen historische Aufklärung (statt nur Identitätsstiftung) und gibt gleichzeitig wichtige Impulse, um die gegenwärtige Diskussion funktional zu verstehen und interdisziplinär kritisch zu betrachten. Darüber hinaus gibt sie Anregungen für ein reflexives Programm Sozialer Arbeit.
Historische Analyse: Sozialraumdiskurse im 20. Jahrhundert - Das sozialräumliche Problembewusstsein in der Entstehungszeit der Sozialen Arbeit um die Wende vom 19. ins 20. Jahrhundert - Der Arbeiterstadtteil als Projektionsfläche bürgerlicher Ideologien (Weimarer Republik) - Der Sozialraum als soziales Labor (60er Jahre) - Das Sozialräumliche ist politisch (70er Jahre) - Sozialräumliche Integration zwischen Risiko- und Ressourcenrhetorik (80er Jahre) - Subjektivierung sozialer Risiken zwischen betroffenenoptimistischer Sicht und radikaler Kritik (Diskurse seit den 90er Jahren) - Sozialräumliche Reflexivität im Integrationsdilemma: Subjektivierungsweisen und Metaphern sozialer Bewältigung - Sozialraumdiskurse zwischen instrumenteller Logik und sozialer Utopie - Zur diskursiven Absicherung von Legitimität und sozialer Produktivität - Folgen für ein historisch-reflexives Programm Sozialer Arbeit
Zwischen instrumenteller Logik und sozialer Utopie
Dr. Gabriele Bingel war Gast-Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Theorie, Geschichte und Methoden Sozialer Arbeit sowie Jugendhilfe.
Heutige Sozialraumdiskurse in den Sozialwissenschaften sind in der Regel auf der Suche nach einem Kern von gültiger Theorie und guter Praxis der Sozialraumorientierung. Solchen normativen Sichtweisen kann die Vielfalt empirischer Geschichte städtischer Sozialräume seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entgegen gesetzt werden.
Mit konkreten Einblicken in die Trends verschiedener sozialpolitischer Epochen analysiert Gabriele Bingel das Thema in einem deutlich weiteren Rahmen als bisher und erläutert widersprüchliche Motive der ‚Versöhnung der Klassen’, ‚Emanzipation’, ‚Moralisierung’, ‚Politisierung’, 'Disziplinierung’‚ 'Gemeinschaftsbildung’ oder ‚Aktivierung’ der Benachteiligten. Die Autorin zeigt, dass die lebensweltlich-sozialräumlichen Sozialstrukturen eine ebenso produktive wie ambivalente Projektionsfläche zur Bearbeitung moderner Integrationsprobleme bieten. Sie empfiehlt den aktuellen Diskursen historische Aufklärung (statt nur Identitätsstiftung) und gibt gleichzeitig wichtige Impulse, um die gegenwärtige Diskussion funktional zu verstehen und interdisziplinär kritisch zu betrachten. Darüber hinaus gibt sie Anregungen für ein reflexives Programm Sozialer Arbeit.
Zwischen instrumenteller Logik und sozialer Utopie
Heutige Sozialraumdiskurse in den Sozialwissenschaften sind in der Regel auf der Suche nach einem Kern von gültiger Theorie und guter Praxis der Sozialraumorientierung. Solchen normativen Sichtweisen kann die Vielfalt empirischer Geschichte städtischer Sozialräume seit dem Beginn des 20. Jahrhunderts entgegen gesetzt werden.
Mit konkreten Einblicken in die Trends verschiedener sozialpolitischer Epochen analysiert Gabriele Bingel das Thema in einem deutlich weiteren Rahmen als bisher und erläutert widersprüchliche Motive der ‚Versöhnung der Klassen’, ‚Emanzipation’, ‚Moralisierung’, ‚Politisierung’, 'Disziplinierung’‚ 'Gemeinschaftsbildung’ oder ‚Aktivierung’ der Benachteiligten. Die Autorin zeigt, dass die lebensweltlich-sozialräumlichen Sozialstrukturen eine ebenso produktive wie ambivalente Projektionsfläche zur Bearbeitung moderner Integrationsprobleme bieten. Sie empfiehlt den aktuellen Diskursen historische Aufklärung (statt nur Identitätsstiftung) und gibt gleichzeitig wichtige Impulse, um die gegenwärtige Diskussion funktional zu verstehen und interdisziplinär kritisch zu betrachten. Darüber hinaus gibt sie Anregungen für ein reflexives Programm Sozialer Arbeit.

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